Licht und Schatten bei IBM

IBM ĂĽbernimmt die IT-Abteilung des Autoteileherstellers Visteon; verliert aber einen wichtigen Auftrag von Dell.

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Von
  • Torge Löding

IBM ĂĽbernimmt die IT-Abteilung des Autoteileherstellers Visteon, berichtet das Wall Street Journal. Der auf zehn Jahre ausgelegte Deal soll ein Volumen von zwei Milliarden US-Dollar haben. Im Laufe des heutigen Mittwoch wolle IBM Details zum Outsourcing-Vertrag bekannt geben.

Für beide Unternehmen ist der Auftrag von großer Bedeutung: Für IBM, weil der Konzern IT-Outsourcing als einen seiner Hauptwachstumsmärkte anvisiert hat; für Visteon, weil die Gesellschaft so dem Mutterkonzern Ford ein Stück mehr Unabhängigkeit abtrotzen kann. Im Jahr 2000 wurde der Teilehersteller als Spin-Off von Ford getrennt, 80 Prozent seines Umsatzes werden aber immer noch bei Geschäften mit dem Mutterkonzern generiert. Da Visteon die IT-Infrastruktur von Ford nutzt, hilft der IT-Outsourcing-Vertrag mit IBM, die Trennung von Ford zu komplettieren.

Dem WSJ zufolge wolle IBM alle IT-Mitarbeiter von Visteon ĂĽbernehmen, niemand solle durch das Outsourcing seinen Arbeitsplatz verlieren.

Unterdessen gibt es aber auch schlechte Nachrichten aus dem Hause IBM. Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge hat der Computerkonzern Dell einen Lieferantenvertrag mit Big Blue gekündigt. Der Liefervertrag für PC-Komponenten habe ein Volumen von 16 Milliarden US-Dollar; zudem werde ein Service-Vertrag über sechs Milliarden US-Dollar reduziert. Die Kündigung kommt nicht ganz überraschend: Bereits seit geraumer Zeit kündigt Dell an, das eigene Service-Geschäft ausweiten zu wollen. (tol)