Beschäftigung in der Telecom-Branche 2002 erstmals gesunken
Erstmals seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes vor fünf Jahren ist die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche zurückgegangen.
Erstmals seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes vor fünf Jahren ist die Beschäftigung in der Branche gesunken. 2002 verringerte sich die Zahl der Arbeitsplätze um fünf Prozent auf 230.100, sagte der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth, am Mittwoch bei der Vorlage des Jahresberichts. Dagegen seien die Umsätze nochmals um drei Prozent auf 61 Milliarden Euro gestiegen. Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg Ende 2002 auf 59,2 Millionen.
Der Arbeitsplatzabbau betraf ausschließlich die Konkurrenz der Telekom. Während dort zum Ende des vorigen Jahres 51.500 Mitarbeiter beschäftigt waren gegenüber 63.500 ein Jahr zuvor, waren es bei der Telekom zum Jahresende 178.600, 300 mehr als am 31. Dezember 2001. "Die Konsolidierung in den TK-Märkten hat sich im Jahr 2002 fortgesetzt", sagte Matthias Kurth. Die Umsatzerlöse, die 61 Milliarden Euro betragen hätten, die Auslastung der Netze und die Zahl der Lizenznehmer (2100) würden trotz Konsolidierung weiter wachsen. Das Kundenwachstum im Mobilfunk sowie im Internet sei nach wie vor dynamisch. Im Mobilfunk gebe es mittlerweile 59,2 Millionen Kunden, 35 Millionen hätten einen Internet-Anschluss.
Im Mobilfunkmarkt waren insgesamt 31.500 Personen beschäftigt. Davon entfielen 24.300 auf lizenzierte Mobilfunk-Netzbetreiber. Ohne die Beschäftigungsanteile der Telekom waren im Mobilfunkmarkt 22.760 Mitarbeiter beschäftigt. Für 2003 geht die RegTP davon aus, dass die Erweiterung des Frequenzspektrums für WLAN im 5-GHz-Bereich und der bevorstehende UMTS-Start die innovativen Impulse im deutschen TK-Markt weiter verstärken wird. (anw)