BenQ setzt auf Symbian OS für Handys
Der in Taiwan ansässige Elektronik-Hersteller BenQ hat eine Lizenz für das Smartphone-Betriebssystem Symbian OS erstanden.
Der in Taiwan ansässige Elektronik-Hersteller BenQ hat eine Lizenz für das Smartphone-Betriebssystem Symbian OS erstanden. Symbian Ltd, Entwickler des Betriebssystems, gewährt damit BenQ den Zugriff auf den Quell-Code von Symbian OS. Wie schon vor einigen Wochen angedeutet, will BenQ nun darauf gründend "innovative und hoch differenzierte" Smartphones für aktuelle Mobilnetze der zweiten sowie der kommenden dritten Generation entwickeln, herstellen und weltweit vermarkten.
Das erste Gerät könnte bereits ab dem dritten Quartal dieses Jahres in den Handel kommen. Es soll mit der UIQ-Plattform der schwedischen Symbian-Tochter UIQ Technology ausgestattet werden -- ebenso wie das jüngst erschienene Symbian-Smartphone P800 von Sony Ericsson. UIQ ist besonders auf Geräte ausgerichtet, die mit einem für Handy-Verhältnisse großen, berührungsempfindlichen Display sowie zahlreichen Datendiensten ausgestattet sind.
Der bisher prominenteste Vertreter der Symbian-Riege ist Nokias 7650-Smartphone, das bis Jahresende 2002 bereits über 1.000.000 Mal verkauft worden ist, allerdings auf Nokias hauseigener Series-60-Plattform gründet. Neben dem Neuling BenQ zählt die Gruppe der Symbian-Lizenzinhalber nun elf weitere Mitglieder: Ericsson, Fujitsu, Matsushita (Panasonic), Motorola, Nokia, Psion, Samsung, Sanyo, Siemens, Sony sowie Sony Ericsson. Symbian baut damit die Stellung gegenüber Microsofts bisher nur schwach angenommenem Gegenpart Smartphone 2002 weiter aus. Sieben der Symbian-Lizenzinhaber gehören allerdings auch zu den Gründern der 1998 ins Leben gerufenen Firma; BenQ, Fujitsu, Samsung, Sanyo und Sony ergänzen die Kerngruppe. Allerdings bröckelt die Symbian-Front mit der Entscheidung von Motorola für Linux als Betriebssystem für Highend-Handys etwas. (dz)