Intershop sieht sich in ruhigeren Fahrwassern

Intershop hat im letzten Quartal 2002 den Sprung aus den roten Zahlen geschafft, rechnet aber mit stagnierenden Umsätzen in diesem Jahr.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Der seit langem kränkelnde Software-Hersteller und E-Commerce-Spezialist Intershop sieht sich wieder auf gutem Wege aus der Krise: Intershop hat im letzten Quartal 2002 den Sprung aus den roten Zahlen geschafft, rechnet aber mit stagnierenden Umsätzen in diesem Jahr. Grund sei die anhaltende Investitionszurückhaltung bei der Informationstechnik, teilte der Vorstand mit. Im vierten Quartal 2002 stieg der Umsatz um 34 Prozent auf 12 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibunge (EBITDA) liege bei 0,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 10,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust von Intershop betrug 1 Million Euro gegenüber 24,7 Millionen Euro Verlust im vierten Quartal 2001.

Bei den Lizenzerlösen konnte Intershop im vierten Quartal um 58 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal zulegen; im Gesamtjahr legten die Einnahmen aus Lizenzen um 10 Prozent zu. Stephan Schambach, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Intershop, freute sich, dass man trotz ungünstiger Marktbedingungen das wichtigste Ziel, ein positives EBITDA, erreicht habe.

Das Jenaer Unternehmen prognostizierte für das laufende Jahr einen Umsatz von rund 45 Millionen Euro, der damit auf dem Niveau des Gesamtjahres 2002 läge. Im Jahr 2001 erreichte Intershop noch einen Umsatz von 68,7 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2003 soll es ein ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen geben. Der Sparkurs werde aber fortgesetzt, um dauerhaft wieder in die Gewinnzone gelangen zu können; momentan sind noch 479 Mitarbeiter bei Intershop beschäftigt. Die liquiden Mittel seien im vierten Quartal wieder gewachsen, und zwar um 2,1 Millionen Euro auf 22,5 Millionen Euro. (jk)