Angebliche Frühwarnung für Symantec-Kunden umstritten

Kritiker werfen der IT-Sicherheitsfirma vor, die breite Öffentlichkeit verspätet vor der bevorstehenden SQLSlammer-Attacke gewarnt zu haben.

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Von
  • Tim Gerber

Mit einer PR-Aktion hat sich die IT-Sicherheitsfirma Symantec Kritik zugezogen. Einige Sicherheitsverantwortliche sind einem Bericht des amerikanischen Internetdienstes Wired News zufolge verärgert darüber, dass Symantec vermeintlich die Warnung vor dem bevorstehenden Angriff des Internet-Wurms SQLSlammer für einige Stunden der Öffentlichkeit vorenthalten hat.

Dass Symantec Informationen zurückgehalten haben könnte, folgern die Kritiker aus einer Symantec-Pressemitteilung vom vergangenen Mittwoch. Darin gibt Symantec an, zahlende Kunden ihres "DeepSight Threat Management Systems" hätten den Wurm schon "Stunden bevor er sich rapide zu verbreiten begann" abwehren können.

Andere Insider bezweifeln dies allerdings. Der Vorgang ist schon kurz nach der Symantec-Veröffentlichung in geschlossenen Sicherheitsforen unter betroffenen Administratoren diskutiert worden. Ein Teilnehmer sagte heise online, es habe sich keiner der zahlreichen Symantec-Kunden unter den Forumsteilnehmern beim Anti-Viren-Netzwerk Avien an eine Frühwarnung von Symantec erinnern können. Von Symantec war bis zur Stunde keine Stellungnahme zu bekommen. (tig)