IBM-Chef fordert mehr Geld für die Forschung

Der neue Chef von IBM-Deutschland sieht das Land in Abstiegsgefahr.

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Von
  • Tim Gerber

Der neue IBM-Chef in Deutschland, Walter Raizner, hat in einem Zeitungsinterview mehr Geld für die Forschung gefordert. Mit einem Forschungsetat von gerade mal 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sei Deutschland "international nicht wettbewerbsfähig, was die Innovation angeht. Ideen und Talente sind aber unsere einzigen Talente", sagte Raizner der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Zudem gingen 40 Prozent der Forschungsgelder in den Automobilbau, was angesichts der zyklischen Entwicklung dieser Branche ein riskanter Weg sei. Bereits am Freitag hatte sich der frisch berufene Manager über vergleichsweise schlechte Rahmenbedingungen in Deutschland beklagt: "Der Pessimismus zieht sich hier wie ein roter Faden durch alle Bereiche, während in den USA eine viel optimistischere Stimmung herrscht. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Abwärtsspirale hinein geraten -- weniger Forschung, weniger Investment, weniger Arbeitsplätze." (tig)