Spekulationen um endgültiges Aus für Salon.com

Ohne neue Finanzspritze dürfte das Online-Magazin aus San Francisco den Februar kaum überleben.

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Von
  • Torge Löding

Anscheinend steht es sehr schlecht um das zwischenzeitlich in der weltweiten Netzgemeinde zum Kult avancierten Online-Magazin Salon.com aus San Francisco. Dessen Verleger David Talbot soll nach Medienberichten erklärt haben, das Magazin überlebe ohne weitere Finanzhilfen den Monat Februar nicht. Das Manager Magazin rechnet anhand des aktuellen Quartalsberichtes des Salon.com-Verlages vor, dass das Unternehmen faktisch zahlungsunfähig ist. Seit Dezember sollen weder Gehälter noch Mieten bezahlt worden sein.

Nach einer rigiden Sparwelle vor zwei Jahren versuchte das Online-Fanzine mit einer schrittweisen Kommerzialisierung des Angebots dringend benötigte Gelder einzunehmen. Im Januar 2003 schließlich ging das Magazin dazu über, den größten Teil seines Angebots kostenpflichtig zu machen -- kostenfreie Inhalte bekommt nur noch zu sehen, wer sich freiwillig durch vier Werbesites ("Ultramercials") klickt. Nach einer massiven Abo-Kampagne im Stil der deutschen taz war es Salon.com innerhalb kürzester Zeit gelungen 60.000 Abonnenten zu gewinnen. (tol)