Cebit

3D für zu Hause

Auf der CeBIT zeigen mehrere Hersteller Flachbildschirme, mit denen man zu Hause Spiele und Videos in 3D genießen kann.

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An mehreren Messeständen können CeBIT-Besucher 3D-Monitore für den Heimgebrauch ausprobieren. In Halle 21 am Stand des Grafikkarten-Herstellers Gainward werden gleich zwei verschiedene Techniken zur Erzeugung stereoskopischer Bilder vorgeführt: Zwei Syncmaster 2233RZ vermitteln einen räumlichen Seheindruck, indem sie die für das linke und rechte Auge bestimmten Bilder jeweils abwechselnd anzeigen, während eine 3D-Vision-Shutterbrille von Nvidia stets ein Auge abdeckt.

Flachbildschirme für 3D-Spiele und -Filme (3 Bilder)

Film ab: Hyundais W220S erzeugt 3D-Bilder mit Hilfe von Polfilterbrillen

Da das Display eine Bildwiederholrate von 120 Hertz erreicht, bekommt man auf jedem Auge – die bei herkömmlichen LCDs üblichen – 60 Bilder pro Sekunde zu sehen. Kopfschmerzen und Bildflimmern, wie man es von älteren Shutterbrillen kennt, sollen damit der Vergangenheit angehören. Anders als bei unseren Tests auf der diesjährigen CES, nahmen wir auf der CeBIT doch ein deutliches Flimmern wahr, da das Kunstlicht der Hallenbeleuchtung nicht kontinuierlich leuchtet, sondern (nicht wahrnehmbar) mit 100 Hertz flackert und mit den 120 Hertz der Brille interferiert.

Während Samsung den 2233RZ ab Mitte März für 360 Euro anbieten will, nennt Nvidia bislang keinen Einführungstermin für die Shutterbrille, vermutlich wird es die Brille aber ebenfalls um diesen Zeitpunkt zu kaufen geben.

Wenige Meter entfernt lässt sich das bereits erhältliche 3D-Display von iZ3D testen (siehe auch Prüfstand in c't 05/09). Im Unterschied zur 3D Vision ist der 22-Zöller nicht auf Grafikkarten von Nvidia beschränkt. Er funktioniert mit Polarisationstechnik und kommt mit einer passiven 3D-Brille aus. Zwei übereinander liegende, unterschiedlich polarisierte LCD-Panels zeigen die Bilder für linkes und rechtes Auge gleichzeitig an. Der räumliche Seheindruck stellt sich dadurch ein, dass die Polfilterbrille jeweils nur das Bild für das gewünschte Auge durchlässt.

Ebenfalls auf Polarisationstechnik setzt Hyundais W220S. In Halle 25, Stand D40 zeigt der 22-Zöller, der in Japan bereits seit einiger Zeit im Handel ist, 3D-Videos an. Wie auch der in c't 11/08 getestete ZM-M220W von Zalman, polarisiert der W220S die Bilder zeilenweise (interlaced). Im 3D-Betrieb halbiert sich somit die vertikale Auflösung.

Lediglich in Form eines Prototyps präsentiert auch Asus in Halle 26 am Stand D39 einen 120-Hz-Monitor. Der bislang namenlose 22"-Schirm dürfte sich mit der Shutterbrille von Nvidia ebenfalls für den 3D-Betrieb eignen. Asus wirbt auf der CeBIT allerdings nicht mit räumlichen Bildern, sondern mit der schärferen Bewegtbilddarstellung durch die höhere Bildwiederholrate. Das 120-Hz-Display soll im dritten Quartal des Jahres auf den Markt kommen. Einen Preis nannte Asus bislang nicht. (spo)