Infineon stellt UMTS-Komplettlösung vor
Die Lösung des deutschen Halbleiterherstellers unterstützt auch Datentransfer nach dem EDGE-Standard.
Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon Technologies hat auf dem 3GSM World Congress in Cannes eine Komplettlösung für UMTS-Endgeräte vorgestellt. Diese Plattform eigne sich ideal für den Übergang von heutigen GSM-Telefonen zu 3G-Endgeräten, heißt es bei Infineon. Die Lösung unterstützt auch Datentransfer nach dem EDGE-Standard.
EDGE ist eine Weiterentwicklung des Datendienstes GPRS (General Packet Radio Service) und gilt als letzte Zwischenstufe zum UMTS-Datenfunk. Wie GPRS basiert EDGE auf dem GSM-Funknetz und kann mehrere Datenkanäle bündeln. Während GPRS in der Theorie maximal 21,4 kBit/s pro Kanal übertragen kann (in der Praxis sind es bislang nur 13,4 kBit/s), soll EDGE Datenraten von bis zu 59,2 Kilobit pro Sekunde und Kanal erreichen. Bei acht gebündelten Kanälen ergäbe sich eine Übertragungsrate von 473,6 kBit/s. Das theoretische Maximum von GPRS liegt dagegen bei nur 171,2 kBit/s. Das im Aufbau befindliche UMTS-Netz soll Spitzenraten von 2 MBit/s liefern.
Die in Cannes vorgestellte Plattform FP1-Ux resultiert aus einer gemeinsamen Entwicklung von Infineon mit den US-Unternehmen Zyray Wireless und InterDigital Communications Corporation sowie den hundertprozentigen Infineon-Töchtern Comneon und Danish Wireless Design. Die Systemlösung umfasst einen Multimode-Protocolstack, der gemeinsam von Comneon und InterDigital Corporation entwickelt wurde. Er bietet eine komplette Endgeräte-Softwarelösung zur schnellen Produkt-Entwicklung. Vervollständigt wird die 3G-Komplettlösung durch die Hochfrequenz-Chips der Produktfamilie SMARTi und dem APOXI Application Framework. (tol)