Studie: SMS beim Autofahren erhöht Unfallrisiko um das 23-Fache
Die Kommunikationsform ist danach deutlich riskanter als bisher angenommen.
- Peter MĂĽhlbauer
Ein Team am Virginia Tech Transportation Institute fand heraus, dass das Unfallrisiko durch SMS-Kommunikation beim Autofahren deutlich stärker steigt als dies bisher mittels Simulationen ermittelt wurde. Mit dem nun festgestellten Faktor 23,2 ist es darüber hinaus auch sehr viel höher als bei anderen Ablenkungen durch Mobiltelefone.
FĂĽr die sechs Millionen Dollar teure Studie, aus der heute erste Ergebnisse bekannt gemacht wurden (PDF), ĂĽberwachte man die Fahrerkabinen von ĂĽber 100 LKWs 18 Monate lang mit Videokameras und diversen Messinstrumenten. Mit Hilfe der dadurch gewonnenen Aufzeichnungen untersuchten die Wissenschaftler unter anderem, wie lange sich die Augen der Fahrer vom StraĂźenverkehr abwendeten.
In den USA lief die Kommunikation via SMS etwas langsamer an als in Europa, verzeichnete in den letzten Jahren aber enorme Zuwachsraten. Dem Branchenverband CTIA zufolge verzehnfachte sich die Zahl der in den USA versandten SMS-Botschaften in den vergangenen drei Jahren. In einer im letzten Herbst veröffentlichten Befragung gab fast die Hälfte der Personen zwischen 16 und 24 Jahren an, während des Autofahrens SMS zu versenden. In der Altersgruppe zwischen 35 und 44 machten dies nur 22 Prozent, weshalb erwartet wird, dass die durch "texting" verursachten Unfälle in den nächsten Jahren zunehmen könnten. (pem)