BBC kooperiert mit britischen Zeitungsverlagen

Nachrichtenvideos der BBC werden künftig auch auf den Websites von zunächst vier britischen Zeitungen zu sehen sein. Die Kooperation soll auf weitere Verlage ausgedehnt werden.

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Die BBC wird Videomaterial für die Online-Auftritte britischer Zeitungsverlage liefern. Der Vertrag mit vier Zeitungsgruppen sieht vor, dass die BBC Nachrichtenvideos für die Websites der Daily Mail, des Guardian, des Daily Telegraph und des Independent liefert. Das von der BBC zu Verfügung gestellte Material beschränkt sich auf die Themengebiete Innenpolitik, Wirtschaft, Gesundheit und Wissenschaft/Technik. Eine Ausdehnung auf weitere Themen wie Unterhaltung oder Sport ist nicht gedacht, allerdings können weitere Partner an Bord kommen, teilte die BBC am heutigen Dienstag mit.

Die für die Zeitungen kostenlosen Videos werden auf den Websites der Partner als BBC-Inhalte gekennzeichnet und dürfen dort nicht unmittelbar mit Werbung vermischt werden, insbesondere nicht mit vor- oder nachgeschalteten Spots. Das Material soll die Berichterstattung der Zeitungen ergänzen und wird nur für Nutzer in Großbritannien zu sehen sein. "Wir hoffen, dass durch die weitere Verbreitung auch das Publikum für BBC-Inhalte wächst", erklärt BBC-Chefjournalist Mark Byford. Die BBC war mit eigenen Plänen für ein Video-Portal zuletzt an den Aufsichtsbehörden gescheitert.

Die Debatte über die Grenzen der Online-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird in Großbritannien ebenso geführt wie hierzulande. Die deutschen Verleger haben sich mit den Öffentlich-Rechtlichen seit dem vergangenen Jahr eine ordentliche PR-Schlammschlacht um die Online-Pläne von ARD und ZDF geliefert. Gleichzeitig entstanden Kooperationsmodelle, die dem BBC-Angebot nicht unähnlich sind. So sind regionale Nachrichten des WDR auf dem Portal der WAZ-Gruppe zu sehen und die Zeit kooperiert mit dem ZDF. (vbr)