Viel Zoom: Kameraneuheiten von Panasonic

Panasonic präsentiert vier neue Kameras – darunter die FZ38, eine Weiterentwicklung des beliebten Superzoom-Modells FZ28.

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  • Rebecca Stolze
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Damit Panasonic auch im Kamerasegment etwas auf der IFA präsentieren kann, stellt das Unternehmen vier neue Kompaktkameras vor – unter anderem ein Nachfolgemodell des Superzoomers FZ28. Bei allen Viern hat der Hersteller viel Wert auf attraktive Weitwinkelbrennweiten und schnellere Prozessoren gelegt.

(Bild: Panasonic)

Die von Panasonic als Hybridkamera betitelte FZ38 tritt das Erbe der beliebten FZ28 an. Insbesondere hebt das Unternehmen die HD-Videofunktion (1280 × 720p) der Kamera hervor, die durch das AVCHD-Lite-Format bis zu 14minütige Clips mit geringer Speicherbelegung aufnimmt. Ein Stereo-Mikrofon auf der Stirnseite soll für eine adäquate Tonunterlegung sorgen. Anders als bei den meisten Kompaktkameras üblich, bleiben das Zoom und der optische Bildstabilisator beim Dreh aktiv. Dabei soll sich die Leistungsfähigkeit des Bildstabis zum Vorgängermodell verdoppelt haben und Aufnahmen mit dem Brennweitenbereich von 27-486 Millimetern (äquivalent zu Kleinbild; f/2,8-4,4) noch effektiver vor Verwacklungen schützen. Einen Fokus- und Zoomring am Objektiv hat die FZ38 leider nicht; stattdessen wird weiterhin via Wippe gezoomt.
Der 1/2,33-Zoll CCD-Sensor löst 12 Megapixel auf, der Venus Engine HD-Bildprozessor erreicht mittels Zwillings-CPUs eine 2,4 mal schnellere Rechenleistung als die FZ28. Dadurch soll sich die Auslöseverzögerung auf 0,006 Sekunden reduzieren und die Neue im Serienbildmodus auf 2,3 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung kommen. Neu ist die Blitz-Serienbelichtung, allerdings nur mit einer reduzierten Auflösung von 3 Megapixeln. Unverändert bleiben das Display mit einer Diagonalen von 2,7 Zoll (6,9 cm) und mit 320 × 240 Pixel auflöst und der elektronische Sucher.
Viel Energie hat Panasonic in die Automatiken und vorgefertigten Szenenprogramme investiert. Die Gesichtserkennung erkennt bis zu drei Gesichter – drei davon können namentlich gespeichert werden, rote Augen korrigiert die FZ38 selbstverständlich automatisch und der Intelligent-Auto-Modus (iA) wählt nicht nur eigenständig das passende Motivprogramm aus, sondern variiert auch die Empfindlichkeit zwischen ISO 100-1600 je nach Lichtsituation.
Ein HDMI-Anschluss erleichtert das Abspielen, der auf SD- oder SDHC gespeicherten Bilder und Filme, auf einem HDTV-Display. Dabei stehen die Wiedergabefunktionen der Kamera, wie gemischte Diashows aus Fotos und Filmen, zur Verfügung. Erfreulicherweise speichert die FZ38 Fotos auch im Raw-Format. Die 118 × 76 × 89 Millimeter große und 412 Gramm schwere (mit Akku und Karte) FZ38 soll ab Mitte August für 430 Euro erhältlich sein.

(Bild: Panasonic)

Mit 98 × 55 × 26 mm (B × H × T) und einem Gewicht von 160 Gramm fällt die ZX1 wesentlich kompakter als das neue Superzoommodell aus. Dabei bietet auch sie ein 8fach-Zoom mit einem Brennweitenbereich von 25-200 Millimeter (äquivalent KB; f/3,3-5,9), wobei auch hier der neue verbesserte optische Bildstabilisator zum Einsatz kommt. Wie die FZ38 hat die Kleine einen 1/2,3-Zoll-CCD-Sensor mit einer Auflösung von 12 Megapixeln. Der neue Bildprozessor in fünfter Generation sorgt für eine zügige Bildverarbeitung und eine geringe Auslöseverzögerung. Die ZX1 soll so im Serienbildmodus 2,3 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung aufnehmen. Anders als das Topmodell hat sie nicht das AVCHD-Lite-Format im Repertoire, sondern speichert HD-Videos mit einer Auflösung von 1280 × 720p weiterhin im speicherlastigeren Motion-JPEG-Format. Auch die ZX1 gestattet beim Videodreh den Zoom-Gebrauch. Zahlreiche Automatiken unter anderem die intelligente Automatik oder ein High-Dynamic-Modus sollen auch Ungeübten das Arbeiten mit der Kamera erleichtern. Rechtzeitig zur IFA (Berlin 4.9.-9.9.) kommt die ZX1 in den Farben Silber, Schwarz, Rot, Perlmutt und Blau für 330 Euro auf den Markt.

(Bild: Panasonic)

Nur rund 20 mm dick ist die FP8 mit innenliegendem 28-128mm-Objektiv (vergl. KB; f/3,3-5,9). Die flache Bauweise gelingt durch einen um 90° umgelenkten Strahlengang. Kaufanreiz sollen unter anderem die beleuchteten LED-Cursortasten bieten. Die restliche Rückseite wird von dem 2,7-Zoll (6,9 cm) großen Display mit QVGA-Auflösung (320 × 240 Pixel) eingenommen. Insgesamt 27 Motivprogramme bietet das 12- Megapixel-Modell (1/2,3-CCD-Sensor), unter anderem der neue High-Dynamic-Modus, der bei kontrastreichen Motiven für ausgeglichen Bilder sorgen soll. Auch hier integriert Panasonic seine neue Prozessor-Generation, die für eine kurze Einschaltverzögerung (0,95 Sekunden) und Auslöseverzögerung (0,006 s) sorgen soll. Wie die vorherigen Modelle erreicht die FP8 so auch im Serienbildmodus eine Rate von 2,3 fps. Videos nimmt die Schmale mit einer Auflösung von 1280 × 720p auf, die sie als Motion-JPEG auf SD- und SDHC-Karten speichert. Für rund 300 Euro kann die FP8 ab September in den Farben Silber, Schwarz oder Rot erworben werden.

(Bild: Panasonic)

Mit 25-125 Millimetern bietet die FX60 noch mehr Weitwinkel und ist dabei vergleichsweise lichtstark (f/2,8-5,9). Wie bei den anderen Modellen setzt der Hersteller auch hier auf viele Programmautomatiken, den verbesserten optischen Bildstabilisator und den neuen Bildprozessor Venus Engine V. Der soll für eine kurze Einschaltzeit (1,1 Sekunden) und Auslöseverzögerung sorgen (0,006 s). Die Empfindlichkeit der 12-Megapixelkamera reicht von ISO 80-1600, der Hochempfindlichkeitsmodus wählt zwischen ISO 1600 und 6400. Des Weiteren wartet auch die FX60 mit dem neuen Dynymik-Modus, der erweiterten Gesichtserkennung und der intelligenten Automatik auf. Die 97 × 54 × 19,4 mm (B x H x T) kleine und 147 Gramm leichte Kamera wird ab September für 300 Euro in den Farben Silber, Schwarz, Aubergine und Stahlblau angeboten. (rst)