Erster neuer Kunde fĂĽr Globalfoundries kommt aus Europa
STMicroelectronics und Globalfoundries beschlieĂźen eine "strategische Kundenbeziehung".
Was wurde gerätselt, wer wohl – außer der Mutter AMD – der erste Kunde von Globalfoundries sein würde: Altera, Freescale, Qualcomm, Texas Instruments, Xilinx und sogar Nvidia standen auf der Verdächtigenliste. Alle diese amerikanischen Firmen könnten auch noch Partner werden, der erste stammt jedoch aus Europa: STMicroelectronics.
Der französisch-italienische Konzern STMicroeletronics (ST) wird gemeinsam mit Globalfoundries Produkte in 40nm Low Power (LP) Bulktechnologie herstellen. Dieser Prozess soll sich ideal für die nächste Generation von drahtlosen Applikationen, Handhelds und Unterhaltungselektronik eignen, die hohe Leistungsfähigkeit und lange Batterielaufzeit erfordern. Er wird derzeit in Dresden noch nicht gefahren, ab 2010 soll es aber im Module 2 soweit sein, dort will dann Globalfoundries erste Produkte für ST fertigen.
Die im Bundesstaat New York im Bau befindliche neue Fab 2 von Globalfoundries soll etwa ein Jahr später die Produktion aufnehmen – dann aber schon im 32-nm-Prozess.
ST ist der fünftgrößte Halbleiterkonzern der Welt. Wie Globalfoundries ist ST Mitglied in der IBM-Allianz, was die Zusammenarbeit deutlich vereinfacht. Die Firma besitzt fünf ältere 200-mm-Wafer-Fabriken und eine für 300-mm-Wafer in Crolles/Frankreich. Diese fertigt derzeit im 65-nm-Prozess und ist mit drei Jahren auch schon etwas betagt. Hier stehen demnach große Investitionen an, da rechnet sich möglicherweise die Zusammenarbeit mit Globalfoundries besser. (as)