Multimedia für Spielwarenbranche immer wichtiger
Im vergangenen Jahr ist der Gesamtumsatz im Multimediabereich der Spielwarenbranche um 25,5 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro gestiegen.
Multimedia und Elektronik nehmen in der deutschen Spielwarenbranche einen immer höheren Stellenwert ein. "In jedem fünften Haushalt in Deutschland gibt es mittlerweile eine Spielekonsole", sagte Achim Weniger, Vorstandsmitglied des Spielwaren-Fachhandelsverbandes Vedes. Im vergangenen Jahr sei der Gesamtumsatz im Multimediabereich um 25,5 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro gestiegen. "Das belebt auch die traditionellen Spielwaren, die in den letzten Jahren stagnierten", sagte Weniger. Der gesamte deutsche Spielwarenmarkt sei im Jahr 2008 um neun Prozent auf ein Volumen von 3,8 Milliarden Euro angewachsen.
Europaweit verbuchten die der Vedes-Gruppe angeschlossenen Fachgeschäfte 2008 dagegen einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent auf 508 Millionen Euro. Die Händler hätten im Zuge der Finanzkrise weniger Ware geordert, so der Vorstandsvorsitzende Thomas Märtz. An dem Ziel, das Umsatzwachstum in diesem Jahr um 4 Prozent zu steigern, will der Verband mit seinen rund 1100 Vedes- und Spielzeug-Ring-Fachgeschäften festhalten. Der Verkaufsumsatz der Vedes-Mitglieder habe sich bis Juni positiv entwickelt und rund 2 Prozent über dem des Vorjahres gelegen, sagte Märtz.
Dem Weihnachtsgeschäft blickt der Spielwaren-Großhändler optimistisch entgegen. Auch in der Krise seien die Eltern bereit, für ihre Kinder Spielwaren zu kaufen. "Ich glaube, es gilt der Grundsatz: Am Kind wird zuletzt gespart", sagte Märtz. Ob die Spielwaren zu Weihnachten hin teurer würden, sei zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht zu sagen: "Das hängt stark von den Wechselkursen ab, da die meisten Spielwaren in Fernost produziert werden." (dpa) / (anw)