Vivato will WLAN geschäftsfähig machen
Auf dem Prototypen-Forum DEMO in Scottsdale zeigte Vivato seine Antennen- und Switch-Infrastruktur für den 802.11b-Funkstandard.
Auf dem Prototypen-Forum DEMO in Scottsdale zeigte Vivato seine Antennen- und Switch-Infrastruktur für den 802.11b-Funkstandard. Damit sollen Kapazität, Reichweite und Sicherheit von Funknetzen drastisch verbessert werden.
Was der an sich attraktiven WLAN-Technik bisher fehlt, ist nach Ansicht der Firma ein tragfähiges Geschäftsmodell. Doch an öffentliche Zugangs-Infrastruktur, die sich über Gebühren finanziert, hat das Startup aus San Francisco gar nicht gedacht. Nicht die Einwahlpunkte in Starbucks-Cafés und Hotelhallen hat das Startup aus San Francisco im Auge, sondern die Flure gewöhnlicher Bürogebäude. WLAN-Technik sei das kommende Medium für Firmennetze und Vivatos so genannter "WiFi-Switch" soll den angestammten LAN-Zugang per Ethernet-Kabel durch 11-Megabit-Funk ersetzen (zu der Technik von Vivatos "WiFi-Switching" siehe auch: WLAN: Mehr Reichweite durch "Wi-Fi Switching").
Das Gerät -- eine Kombination aus WLAN-Adapter, Gigabit-Ethernet-Switch und Antenne mit flexibler Reichweite -- hat in etwa das Format eines großen Flachbildschirms. Mit einer Reichweite von 300 Meter und einem Bestrahlungswinkel von 100 Grad soll es in einer Gebäudeecke installiert werden und nach den Herstellerangaben WLAN-Zugang durch Decken und Wände hindurch für rund 150 Benutzer liefern. Der Switch ersetzt dadurch mehrere herkömmliche Zugangspunkte und steigert bei größerer Reichweite drastisch die Netzkapazität für simultane Benutzer. Auch Verwaltung und Sicherheit des Netzes werden durch die Konsolidierung auf einen einzigen Zugangspunkt wesentlich vereinfacht, glaubt das Unternehmen. Der Switch mit der Bezeichnung V2330 soll im Mai für rund 9.000 Dollar in den Vertrieb kommen. (Erich Bonnert) / (jk)