Telefonica verdient dank Lateinamerika im 1. Halbjahr mehr

3,62 Milliarden Euro setzte der Telekommunikationskonzern in der ersten Jahreshälfte um. Gute Geschäfte in Lateinamerika glichen dabei Schwächen auf dem spanischen Heimatmarkt und in Europa aus.

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  • dpa

Der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica hat im ersten Halbjahr vor allem dank einer starken Entwicklung in Lateinamerika etwas mehr verdient als im Vorjahr. Unterm Strich stieg der Gewinn auf 3,62 Milliarden Euro nach 3,59 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2008, wie Telefonica heute mitteilt (PDF-Datei). Gute Geschäfte in Lateinamerika glichen dabei Schwächen auf dem spanischen Heimatmarkt und in Europa aus.

Die Umsätze sanken allerdings um 2 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro. Der operative Gewinn vor Zinsen und Abschreibungen ging um 1,7 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro zurück. Im Vorjahr hatte Telefonica den Funknetzwerkanbieter Airwave verkauft. Ohne diesen Effekt stieg der operative Gewinn um drei Prozent.

Die Telefonica-Tochter O2 hat im abgelaufenen Quartal rund eine halbe Million Kunden gewonnen. Damit knackte O2 die Marke von 15 Millionen und kommt nun auf 15,186 Millionen Kunden. Höhere Regulierungsgebühren und der anhaltende Preiskampf auf dem deutschen Mobilfunkmarkt begrenzten allerdings das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr: Die Erlöse stiegen nur um 1,9 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro.

Der Serviceumsatz sank wegen höherer Entgelte für Gespräche in fremde Netze leicht um 0,4 Prozent. Der durchschnittliche Umsatz je Mobilfunkkunde ging um 10,6 Prozent auf 15,8 Euro zurück.

Eine höhere Nachfrage nach Datendiensten konnte sinkende Einnahmen mit einfachen Telefonaten nicht wettmachen. Der operative Gewinn vor Zinsen und Abschreibungen sprang dennoch um 27 Prozent auf 432 Millionen Euro hoch. O2-Finanzchef André Krause begründete das mit deutlichen Einsparungen bei den Kundengewinnungskosten.

O2 hatte erst im Mai ein neues, vereinfachtes Tarifmodell fĂĽr Mobilfunk eingefĂĽhrt. Besonders groĂź war das Kundenwachstum im Prepaid-Segment, wo O2 seine Tarife ĂĽber Tchibo und Schlecker anbietet. (dpa) / (anw)