Netbook von Fujitsu Siemens ab 399 Euro
Das Mini Ui3520 kommt im weiĂźen Design der Amilo-Notebooks, es hat ein mattes 9-Zoll-Display, Festplatte, Bluetooth und ExpressCard-Slot.
Dass Fujitsu Siemens als weiterer Top-5-Anbieter von Notebooks in den boomenden Markt der von Asus mit dem Eee PC begründeten Klasse der Netbooks einsteigt, wird schon länger vermutet, zur IFA gibt der Hersteller nun Details bekannt. Der Kleine heißt Amilo Mini Ui 3520, hat ein 8,9-Zoll-Display, eine 60, 80 oder (ab Dezember) 120 GByte große Festplatte und wird mit Windows XP ausgeliefert. Als Besonderheit lassen sich auf den klavierlackweißen Deckel farbige Hüllen aufklipsen, die in rot, blau, braun, pink und schwarz erhältlich sind, zusätzlich gibt es eine durchsichtige Hülle, die Fotos aufnehmen kann. Voraussichtlich liegt dem Netbook eine Hülle bei, derzeit ist die rote im Gespräch. Ab Oktober soll das Amilo Mini für 399 Euro in den Läden stehen.
Als Laufzeit verspricht Fujitsu Siemens rund vier Stunden, damit würde es zu den ausdauernderen Netbooks gehören. Es ist 23 Zentimeter breit und fast 18 tief, es wiegt etwa ein Kilogramm. Die Tastatur sitzt mit einem breiten Rand im Gehäuse, sodass die Tasten verhältnismäßig schmal sind. Für flexible Schreiber eignen sie sich, doch Zehnfingerschreiber dürften ein größeres Tastenraster bevorzugen. Die Maustasten liegen rechts und links neben dem Touchpad.
Netbook von Fujitsu Siemens ab 399 Euro (9 Bilder)

Das Display zeigt 1024 × 600 Punkte und hat eine matte Oberfläche. Die maximale Helligkeit liegt – soweit in den IFA-Messehallen zu beurteilen – recht hoch, weit über 100 cd/m2. Ein ExpressCard/32-Slot und Bluetooth sind integriert, was lange nicht bei allen Netbooks der Fall ist. Die übrige Ausstattung (Webcam, Intel Atom N270, Chipsatzgrafik, kein DVD-Laufwerk) und Schnittstellen (USB, VGA, LAN, Kartenleser, WLAN) fällt genretypisch aus. Ein 3G-Internetzugang lässt sich nicht integrieren, sondern muss per ExpressCard, USB oder Bluetooth realisiert werden.
Die billigen Subnotebooks etablieren sich damit mehr und mehr als eigenständige Geräteklasse. Als erstes Netbook der Top-5-Hersteller war das Acer Aspire One in Deutschland lieferbar, das HP Mini-Note 2133 wird immerhin in anderen Ländern ausgeliefert. Lenovo hat konkrete Absichten erklärt, und erste Fotos von Dells vielleicht Inspiron 910 genannten Netbooks geistern durchs Netz – fehlt nur noch Toshiba. Von den (nach dem Notebook-Weltmarkt) kleineren Herstellern ist vor allem Pionier Asus mit einem riesigen Gerätepark dabei, heute erst um eine 10-Zoll-Variante bereichert, aber auch MSI mit dem Wind und LG mit dem X110 – Zurückhaltung üben praktisch nur noch die eher hochpreisigen Apple, Samsung und Sony. Speziell in Deutschland hat One ein großes Angebot und Medion will wohl bald den E1211 zeigen, einen Nachfolger des Aldi-Überraschungserfolgs Akoya Mini E1210. (jow)