Erste Digitalkamera mit Doppeldioden-CCD
Schatten, die die CeBIT 2003 vorauswirft, wird die neue Fuji FinePix F700 zwar nicht einfangen können, dennoch soll der Dynamikbereich ihres neuen 4th Generation SuperCCD an den herkömmlichen Filmmaterials heranreichen.
Schatten, die die CeBIT 2003 vorauswirft, wird die neue Fuji FinePix F700 zwar nicht einfangen können, dennoch soll der Dynamikbereich ihres neuen 4th Generation SuperCCD an den herkömmlichen Filmmaterials heranreichen. Die F700, ein klassisch gestyltes, elegantes Kleinod im kompakten Alu-Pack, ist damit die erste Fuji-Kamera mit diesen neuartigen Bildsensor.
Nach Angaben der "Camera and Imaging Products Association" (CIPA), die die Klassifizierung der Pixelklassen regelt, wird der Sensor mit effektiv 6,2 Megapixel (3,1 Millionen S-Pixel plus 3,1 Millionen R-Pixel) korrekt bezeichnet, auch wenn Fuji die Pixelzahl etwas bescheidener, aber kaum weniger verwirrend mit "3+3" Megapixeln angibt. Die Kamera soll ab Mai 2003 in den Handel kommen, zum geplanten Preis war auch auf intime Nachfrage nichts in Erfahrung zu bringen. Zu vermuten ist aber, das die F700 ob ihres wertigen Äußeren in der 600-Euro-Preisklasse anzusiedeln ist.
Bei dem in der FinePix F700 eingesetzten Sensor handelt es sich um den im Januar angekündigten SuperCCD SR. Der Suffix steht dabei für "Sensivity Range", also für hohe Empfindlichkeit bei wesentlich erweitertem Dynamikumfang. Den HR-Typ ("High Resolution") findet man dagegen in verkleinerter Form in der ebenfalls neu vorgestellten FinePix F410, die der schnuckeligen F401 ähnelt, nunmehr aber mit 3 Megapixeln Auflösung.
Die Kamera kennt wie bei Fuji-SuperCCDs üblich auch einen interpolierten Modus mit 2,832 x 2,128 Pixeln. Neu ist neben dem nachführenden, auf Knopfdruck kontinuierlich arbeitenden Autofokus und einer Vielzahl an manuellen Einstellmöglichkeiten mit Empfindlichkeiten bis 800 ISO (1600 ISO bei 1 Megapixel Auflösung) auch eine variantenreiche Video-Funktion (30 Bilder/s im VGA-Format).
Die Einschaltzeit ist mit 1,2 Sekunden weltrekordverdächtig, das Dreifach-Zoom schnellt geradezu aus dem Gehäuse hervor. Auch die sonstige Bedienung ging bei einem ersten "Hands on" dank des ausgesprochen flotten Prozessors fix von der Hand. Mit dem sogenannten F-Button hat man überdies die wichtigsten Parameter im Sofort-Zugriff. Interessant ist hier eine Umschaltmöglichkeit zwischen den verschiedenen Farbräumen von Dia- und Farbnegativfilm -- ersterer mit steilen Kontrasten und gesättigten Farben, letzterer mit eher neutraler Bildanmutung. (cm)