Elektrobomben und Notrationen

Mit einer landesweiten Werbekampagne samt zugehöriger Website wirbt das US-Ministerium für Heimatschutz für die richtige Vorbereitung der Staatsbürger auf den Kriegs- und Krisenfall.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Mit einer landesweiten Werbekampagne samt zugehöriger Website wirbt das US-Ministerium für Heimatschutz für die richtige Vorbereitung der Staatsbürger auf den Kriegs- und Krisenfall. Unter der Adresse ready.gov veröffentlicht das Ministerium zahlreiche –- ausführlich bebilderte -- Tipps: Vom Anlegen einer eisernen Ration und Telefonlisten bis zum Verhalten im Fall von Terroraktionen mit Bio-, Chemie- oder Atomwaffen.

Das Wall Street Journal vermeldet unterdessen unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Offiziere, die US-Armee verfüge über eine bisher streng geheim gehaltene Superwaffe. Eine einzige solche e-Bomb könne auf einen Schlag die gesamte elektrische Infrastruktur -– von der Stromversorgung bis zur Telekommunikation -– eines kleines Landes wie etwa dem Irak lahmlegen.

Die E-Bombe erzeugt einen sehr steil ansteigenden elektromagnetischem Impuls, der in elektrischen Geräten extreme Spannungsspitzen induziert und diese dadurch lahmlegt. Parallel dazu soll die US-Armee auch mit Hochleistungs-Mikrowellenkanonen experimentieren. Nach dem Bericht der Zeitung ist der Einsatz der neuen Superwaffe allerdings unter Militärs umstritten, denn auch die eigenen Einheiten könnten in Mitleidenschaft gezogen werden.

Berichte dieser Art über E-Bomben und vergleichbare Waffen sind allerdings nicht neu. Immer wieder sickern aus angeblich hochgeheimen Forschungslaboratorien Informationen an Medien durch, denn zum Handwerk des Information Warfare gehört auch die Verunsicherung und Einschüchterung des Gegners. Erst im August vergangene Jahres kursierten entsprechende Meldungen.

Siehe dazu auch in Telepolis: (wst)