UmsatzrĂĽckgang bei Electronic Arts
In den vergangenen drei Monaten geriet der US-amerikanische Computerspiele-Entwickler tiefer in die roten Zahlen als ein Jahr zuvor. Allerdings hat er die Erwartungen der Marktbeobachter ĂĽbertroffen.
Der Computerspiele-Entwickler Electronic Arts (EA) hat im vergangenen ersten Quartal seines Geschäftsjahres 644 Millionen US-Dollar (447 Millionen Euro) umgesetzt und damit 160 Millionen weniger als vor einem Jahr. Der Umsatzrückgang geht hauptsächlich auf aufgeschobene Einnahmen aus Online-Spielen und anderen Produkten zurück, die zusammen 172 Millionen US-Dollar ausmachen. Unterm Strich steht laut Mitteilung ein Nettoverlust von 234 Millionen US-Dollar gegenüber 95 Millionen im ersten Quartal 2008. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus den aufgeschobenen Einnahmen ergab sich ein Verlust von 0,02 US-Dollar je Aktie gegenüber 0,42 vor einem Jahr. Analysten war laut Wall Street Journal durchschnittlich von 0,13 US-Dollar Verlust ausgegangen.
EA-Chef John Riccitiello sieht auf ein Quartal zurück, das besser als erwartet gelaufen sei. Außerdem hebt er die in dem Zeitraum erschienenen neuen Titel The Sims 3 und EA Sports Active hervor. Das Simulationsspiel The Sims 3 kam Anfang Juni auf den Markt und hat sich seitdem 3,7 Millionen Mal verkauft. EA Sports Active wurde nach Angaben des Unternehmens 1,8 Millionen Mal gekauft. Es sei das bisher meistverkaufte Spiel für die Nintendo-Konsole Wii. Insgesamt sieht sich EA im vorigen Quartal als Marktführer in Europa und Nordamerika. Für das laufende Geschäftsjahr hält das Unternehmen seine Prognose von 3,7 Milliarden bis 3,85 Milliarden US-Dollar Umsatz aufrecht. (anw)