GPRS-Funkmodems für Laptops und Autos

Sierra Wireless bringt GPRS-Modems mit besonderen Features für Reisende.

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Lesezeit: 3 Min.
Von
  • Dusan Zivadinovic

Viele aktuelle Handys enthalten bereits ein GPRS-Modem und sie lassen sich auch über Kabel oder drahtlos via IrDA oder Bluetooth an Laptops ankoppeln -- dennoch kommen zunehmend mehr eigenständige GPRS-Modems auf den Markt, zum Beispiel für Laptops. Steckt man die SIM des Handys in eine solche Karte, wird das Laptop zur vielseitigen Funkstation. Sierra Wireless sieht zum Beispiel Interessenten, die per Laptop oder PDA oft ins Internet müssen und viel SMS- oder auch Fax-Verkehr haben, als potenzielle Zielgruppe. Das englische Unternehmen hat zwar keinen Vertrieb in Deutschland, aber mit der AirCard 750 ein interessantes Produkt im Programm. Als Tri-Band-Gerät ist es für 900-, 1800- und 1900-MHz-Netze ausgelegt, hat eine versenkbare Antenne sowie ein sehr schnelles Klasse-12-Modem.

Die bisher noch sehr seltenen Klasse-12-Modems bündeln bis zu vier GPRS-Kanäle von 13,4 KBit/s und senden oder empfangen so bis zu 53,6 KBit/s. Viele andere GPRS-Modems können zwar 53,6 KBit/s empfangen, aber lediglich 26,8 KBit/s senden. Zu beachten ist allerdings, dass die AirCard für Sende- und Empfangsrichtung zusammen nicht mehr als fünf GPRS-Kanäle benutzen darf -- wer also schnell surfen will, bündelt vier Empfangskanäle und sendet über nur einen Kanal. Umgekehrt, wenn etwa größere E-Mails zu versenden sind, ist es ratsam, die Zahl der Sendekanäle zu Lasten der Empfangskanäle auszureizen. Neben Datendiensten eignet sich die AirCard 750 aber auch für die Telefonie -- das Notebook mit seinen Lautsprechern und dem Mikrofon dient dann als Sprach-Schaltstation. Die Karte eignet sich nicht nur für Laptops mit den Betriebssystemen Windows 95, 98, ME, NT 4.0, 2000 sowie XP, sondern auch für PDAs mit Pocket PC und Pocket PC 2002.

Die gleiche Modem-Funktionalität inklusive der Sprachfunktionen ergänzt um einen GPS-Empfänger für die Navigation bringt das für raue Umgebungsbedingungen konzipierte MP750 GPS mit. Allerdings steckt das Gerät in einer wenig ansehnlichen Schachtel, die für den Einbau in Fahrzeugen, etwa Polizeiautos oder Lastwagen von Transportunternehmen, gedacht ist und Vibrationen, Stöße oder auch Feuchtigkeit vom Modem fernhalten soll. Über eine serielle Schnittstelle liefert es Position, Geschwindigkeit und andere Daten an angeschlossene optionale Geräte und vermittelt so auch Laptops den Zugang zum Internet.

Mittels der Watcher genannten Software, die für Windows 98, NT 4.0, 2000 und XP sowie Windows CE 3.0 geeignet ist, sollen sich Daten- wie auch Sprachverbindungen aufbauen und Signalpegel oder auch andere Statusinformationen ansehen lassen. Eine optionale Version für fleet monitoring, also die Bewegungsüberwachung von Gruppen, ist in Arbeit. Das Gerät soll im Mai dieses Jahres zu einem noch nicht genannten Preis zunächst in England auf den Markt kommen. (dz)