Figuren-Renderer Poser mit neuer Oberfläche und Werkzeugen

Die 3D-Gliederpuppe Poser 8 lockt mit einer überarbeiteten Bedienoberfläche und neuen Figuren. Erweiterte Werkzeuge wie der Morph-Pinsel und die intelligente Verknüpfung von Parametern erweitern die Programmfähigkeiten.

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Von
  • Gerald Himmelein

Schon allein durch die Anzahl der neu mitgelieferten hochauflösenden 3D-Figuren will der Figuren-Renderer Poser 8 seinem Namen gerecht werden. Das einsteigerfreundliche Programm dient zum Anpassen, Bewegen und Rendern von 3D-Modellen. Hersteller Smith Micro wirbt damit, insgesamt über 2,5 GByte an fertigen Modellen und Texturen mitzuliefern. Im Netz gibt es zahlreiche Websites, die zusätzliche Figuren und virtuelle Requisiten zum Download anbieten – kostenlos oder gegen Geld.

Ursprünglich begann Poser als virtuelle Gliederpuppe für 2D-Künstler. Mittlerweile wurde das Programm in alle Richtungen ausgebaut. Neben einem leistungsstarken Renderer enthält es auch eine Haar- und Stoffsimulation.

Die auffälligste Neuerung ist die überarbeitete Bedienoberfläche mit ihren andockbaren Paletten. Die Modell-Bibliothek wird jetzt in einem Index erfasst; eine Suchfunktion soll die Orientierung in auswuchernden Modell-Bibliotheken erleichtern. Ein neuer Parameter-Editor koordiniert zusammenhängende Bewegungen, damit beispielsweise das Heben der Arme einen Verformungsmorph des Nackens auslöst.

Bestehende Anwender erfreuen sich an weiteren Verbesserungen im Detail: So wirkt der Morph-Pinsel jetzt auch über einzelne Körperteile hinweg. Der Firefly-Renderer wurde um mehrere Effekte erweitert; so unterstützt etwa Global Illumination jetzt auch indirektes Licht. Auch unterstützt der Renderer erstmals Normal Mapping; bisher wurden nur Bump und Displacement Maps unterstützt. Ein "Wardrobe Wizard" passt die Form bestehender Polygonkleider an neue Figuren an.

Auch Entwickler finden in der Produktbeschreibung mehrere Gründe für ein Upgrade: Durch das überarbeitete Rigging-System sollen sich neu importierte Figuren leichter biegen lassen. Drittanbieter können Poser jetzt mit dem Python-Wrapper wxPython erweitern; zuvor führte das Programm Python-Skripte nur mit der internen Engine aus.

Die englischsprachige Version von Poser 8 kostet 250 US-Dollar und ist sowohl für Windows als auch Mac OS X verfügbar. Upgrades von einer Vorversion schlagen mit 130 US-Dollar zu Buche. Wer sich für die E-Mail-Newsletter des Herstellers angemeldet hat, kann beim Kauf des Vollprodukts 50 Dollar sparen. (ghi)