Digitale Wirtschaft auf dem Weg zum eigenen Datenschutzsiegel

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat mit dem IT-Sicherheitsexperten Hartmut Pohl einen Leiter seines "Deutschen Internet Rats" gefunden. Er soll eine Selbstverpflichtung seiner Mitglieder für mehr Datenschutz und Transparenz schaffen.

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Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat den Bonner Professor für Informationssicherheit Hartmut Pohl als Vorsitzenden für seinen "Deutschen Internet Rat" (DIR) gewonnen. Damit nehme die im März zur CeBIT verkündete Initiative langsam Gestalt an, durch die sich im Internet aktive Unternehmen zu mehr Transparenz und Rechtssicherheit im Internet verpflichten sollen, heißt es heute in einer Mitteilung. Pohl sieht es als notwendig an, im Online-Datenschutz eine freiwillige Selbstregulierung zu schaffen und damit "für mehr Sicherheit und Transparenz in den digitalen Welten" zu sorgen.

Der DIR soll Richtlinien für die Selbstregulierung entwickeln. Zum Beispiel sollen Unternehmen mit einem Datenschutz-Gütesiegel versehen werden können, wenn sie bestimmte Qualitätsmerkmale aufweisen. Pohl meint, die Verbraucher müssten das DIR-Siegel wie Kennzeichnungen von Lebensmitteln leicht erkennen und verstehen können. Von anderen Konzepten zur Selbstverpflichtung unterscheide sich das des DIR durch die Absicht, eine Beschwerdestelle einzurichten, die Verstöße auch sanktionieren könne. Der BVDW vertritt die Interessen von rund 600 Unternehmen, die als Werber und Multimedia-Anbieter im Internet aktiv sind. (anw)