SCM Microsystems in der Krise
Das Unternehmen ist mit Chip-, Hard- und Softwarelösungen in den vier Hauptmärkten Digitalfernsehen, Breitband-Empfang, PC-Security und digitale Medien tätig.
SCM Microsystems hat das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2002 mit deutlichen Verlusten abgeschlossen. Das Unternehmen ist mit Chip-, Hard- und Softwarelösungen in den vier Hauptmärkten Digitalfernsehen, Breitband-Empfang, PC-Security und digitale Medien tätig und liefert unter anderem die Zugangsmodule für den Empfang des Pay-TV-Senders Premiere.
SCM wies fĂĽr den Dreimonatszeitraum ein operatives Minus von 5,1 Millionen und einen Nettoverlust von 6,2 Millionen US-Dollar aus. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum war noch ein Nettogewinn von 600.000 US-Dollar erzielt worden. Den Umsatz konnte der Konzern gegenĂĽber dem Vorjahresquartal um vier Prozent auf 48,4 Millionen US-Dollar steigern.
Im gesamten Geschäftsjahr 2002 erzielte SCM Microsystems einen Umsatz von 177,7 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang um vier Prozent gegenüber 2001 (184,9 Millionen US-Dollar). Der operative Fehlbetrag belief sich im Gesamtjahr auf 3,4 Millonen US-Dollar, nach einem Minus von 13,9 Millionen US-Dollar in 2001. Der Nettoverlust lag bei 5,3 Millionen US-Dollar, nach minus 4,6 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Die Liquidität des Unternehmens sei trotz der negativen Geschäftsergebnisse aber nicht beeinträchtigt, teilte das Unternehmen mit europäischem Hauptsitz in Ismaning bei München weiter mit. Zum 31.12.2002 habe die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 56,2 Millionen US-Dollar verfügt. Für das erste Quartal 2003 erwartet SCM Microsystems Umsätze zwischen 31 und 36 Millionen US-Dollar und rechnet angesichts der niedrigeren Erlöse schon jetzt mit einem operativen Fehlbetrag zwischen vier und sechs Millionen US-Dollar. An der Börse in Frankfurt sackte der Kurs der SCM-Aktie nach Bekanntwerden der Zahlen um mehr als zehn Prozent auf unter drei Euro ab. (pmz)