Warner Music tiefer im Minus
Die US-amerikanische Plattenfirma konnte zwar im vergangenen Quartal ihren Umsatz mit digital vertriebenen Musikstücken steigern, das glich aber nicht den Schwund bei physischen Tonträgern aus.
Das US-amerikanische Major Label Warner Music hat zwar im vergangenen Quartal seinen Umsatz mit digital vertriebenen Songs im Vorjahresvergleich um 5 Prozent auf 175 Millionen US-Dollar gesteigert, der Gesamtumsatz lieĂź aber um 9 Prozent auf 769 Millionen US-Dollar nach. Laut Mitteilung schloss die Plattenfirma das Quartal mit einem Minus von 37 Millionen US-Dollar ab. Vor einem Jahr schrieb sie noch 9Â Millionen US-Dollar in roten Zahlen.
Warner-Music-Chef Edgar Bronfman verweist auf die makroökonomisch schwierige Zeit und auf den Trend weg von physischer Tonträger hin zu Downloads, in dem sich seine Branche gerade befinde. Sein Unternehmen mache aber gute Fortschritte, sein Angebot zu diversifizieren. So habe es mit mehr als der Hälfte der Künstler die Verträge zur Wahrnehmung der Rechte ausgeweitet. Mittlerweile kommen 23 Prozent des Gesamtumsatzes aus Downloads. Das Schwergewicht wichtiger Plattenveröffentlichungen liege in dem nun laufenden Quartal, nachdem das vorige Quartal für Neuveröffentlichungen ungünstig gewesen sei. Laut Medienberichten dementierte Bronfman Gerüchte, sein Unternehmen wolle den britischen Konkurrenten EMI übernehmen. Der Warner-Music-Chef ließ aber demnach durch seine Äußerungen Raum für Spekulationen über eine Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen.
Während im vergangenen Quartal der Umsatz in Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada gestiegen sei, habe es besonders in Japan und Lateinamerika eine schwache Nachfrage gegeben, teilt Warner Music weiter mit. In Europa habe neben dem Geschäft mit Downloads auch das mit Konzertveranstaltungen den Umsatzschwund bei physischen Tonträgern teilweise ausgleichen können. Als Künstler, deren Werke in den vergangenen drei Monaten besonders gut verkauft wurden, hebt Warner Music Music Green Day, Eric Clapton, Steve Winwood, Michael Bublé, Rob Thomas, Paolo Nutini und Jason Mraz hervor. (anw)