Microsoft unterliegt im Rechtsstreit um Unterlizenzen

Die US-amerikanische Softwarefirma Timeline darf die fĂĽr den SQL Server von Microsoft eingesetzte Software selbst an SQL-Server-Kunden lizenzieren.

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Die US-amerikanische Softwarefirma Timeline konnte sich in einem Rechtsstreit gegen Microsoft durchsetzen. In dem Verfahren ging es um Ansprüche des Redmonder Unternehmens, die angeblich aus der Lizenzierung von Timeline-Software für den SQL Server 7 von Microsoft resultierten. Microsoft wollte diese in Eigenregie als Unterlizenzen vergeben, sodass Entwickler diese bei Programmentwicklungen für den SQL Server hätten nutzen können. Dem widersprach ein Gericht im Bundesstaat Washington.

Das Gericht bestätigte die Interpretation der Firma Timeline über ihre Lizenzvereinbarung zu SQL Server mit Microsoft. Das Redmonder Unternehmen hatte vor fast vier Jahren ein Gericht angerufen, da Timeline und Microsoft die Vereinbarung unterschiedlich interpretieren. Laut dem Urteil müssen Kunden, die bei der Programmentwicklung für Microsofts SQL-Software auch die Timeline-Software verwenden, dieser Firma Gebühren zahlen. Microsoft bleibt außen vor und darf auch keine kostenlosen Unterlizenzen vergeben. Timeline verlangt zwischen 250.000 und 5 Millionen US-Dollar Gebühren für seine SQL-Software. (anw)