Geldverschwendung mit Telematik auf Ă–sterreichs Autobahnen

Seinem "Verkehrsmanagement- und Informationssystem ASFINAG" attestierte der staatliche Betreiber eine gute Kosten-Nutzen-Relation. Doch nun rügte der Rechnungshof Geldverschwendung und geschönte Prognosen für das nur in Teilen realisierte Projekt.

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Österreichs staatlicher Autobahnbetreiber ASFINAG hat bei der Errichtung automatischer Verkehrsbeeinflussungsanlagen viel Geld verschwendet. Dies geht aus einem Bericht (PDF) des Rechnungshofs (RH) hervor, der kaum ein gutes Haar an den untersuchten Telematik-Projekten lässt.

Die Bandbreite der Kritik reicht vom ĂĽberbezahlten Manager ĂĽber mangelnde Preisvergleiche beim Einkauf, fehlende und fehlerhafte Kosten-Nutzen-Analysen, zu optimistische Einnahmenerwartungen, nicht genutzte Sparpotenziale, weitgehende Wirkungslosigkeit einer Anlage bis hin zu ĂĽberhaupt mangelndem Bedarf.

Der Beitrag Millionengrab Telematik auf heise Autos zeichnet die von Kostenexplosion und Pannen geprägte Geschichte des 2003 angestoßenen Projekts "Verkehrsmanagement– und Informationssystem ASFINAG – VMIS" ausführlich nach: Bis 2008 sollten dessen sieben Anlagen fertiggestellt sein. Doch während im Juli 2008 gerade drei Anlagen teilweise in Betrieb waren, wuchsen die ursprünglich geschätzten Gesamtkosten von 175,05 Millionen Euro bis Ende 2007 auf 365,25 Millionen Euro an. (Daniel AJ Sokolov) / (ssu)