Menge elektronischer Rechnungen wächst auf niedrigem Niveau

Zwar wächst die Menge digitaler Rechnungen in der EU, aber herkömmliche machen nach wie vor den übergroßen Anteil aus.

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Von
  • Christian Kirsch

In der EU ist die Menge der elektronisch versandten Rechnungen zwar auf über eine Milliarde pro Jahr gewachsen. Ihr Anteil an allen Rechnungen beträgt jedoch nur 5 Prozent. Diese Zahlen nennt eine Studie (PDF) der DB Research, einer Tochter der Deutschen Bank. Zwar benutze bereits ein Fünftel der EU-Firmen das digitale Verfahren. Diese von Eurostat ermittelte Zahl sage jedoch wenig aus, da nicht bekannt sei, wie viele Dokumente die Unternehmen jeweils versenden.

Über alle betrachteten Branchen hinweg gibt es deutlich mehr digitale Empfänger als Sender, und große Unternehmen arbeiten häufiger mit elektronischen Rechnungen als kleine.

Zweifel äußert DB Research am behaupteten Einsparpotenzial von 18 Euro und mehr pro Rechnung. Dies ließe sich nur bei einer Anpassung der Verarbeitungsprozesse in den Unternehmen erreichen. Der digitale Versand und Empfang alleine führe nur zu geringeren Kostensenkungen.

Anfang des Jahres hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, digitale und Papierrechnungen gleichzustellen. Dadurch würde die digitale Signatur entfallen. Davon verspricht sich die Kommission eine höhere Akzeptanz der elektronischen Rechnung. (ck)