Applied Materials sieht steigende Nachfrage

Im Vorjahresvergleich hat sich das Ergebnis des Anbieters von Fertigungsanlagen fĂĽr die Chipbranche zwar verschlechtert, doch gebe es Anzeichen fĂĽr eine Besserung.

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Der US-amerikanische Anbieter von Fertigungsanlagen fĂĽr die Chipbranche Applied Materials ist im vergangenen dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht, zeigt sich aber zuversichtlich. In den vergangenen drei Monaten setzte das Unternehmen nach eigenen Angaben 1,13 Milliarden US-Dollar (800 Millionen Euro) um, 720 Millionen weniger als vor einem Jahr. Unterm Strich steht ein Verlust von 55 Millionen US-Dollar gegenĂĽber einem Gewinn von 165 Millionen US-Dollar vor einem Jahr.

GegenĂĽber dem Ergebnis des Vorquartals konnte sich Applied Materials allerdings verbessern. AuĂźerdem hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten ĂĽbertroffen. Michael Splinter, CEO von Applied Materials sagte laut dem Wall Street Journal in einer Analystenkonferenz, nach langer Zeit sei endlich Besserung in Sicht. Im laufenden Quartal werde der Umsatz um 10 bis 20 Prozent gegenĂĽber dem abgelaufenen Quartal steigen. AuĂźerdem werde das Unternehmen im Plus landen.

Applies Materials hatte vor allem unter rapiden Auftragsrückgängen unter Herstellern von Speicherchips zu leiden. Im dritten Quartal sei die Nachfrage bei Chip- und Display-Herstellern gegenüber dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres angestiegen, sagte Splinter. Der Umfang der neuen Aufträge für Chipfertigungsanlagen habe sich verdoppelt, der von Displayherstellern versiebenfacht. Auf diesen Feldern habe es insbesondere von chinesischen Unternehmen mehr Aufträge gegeben, so Splinter weiter. Offenbar habe sich das dortige Konjunkturpaket ausgewirkt.

Auch im Geschäftsbereich Solar-Panel seien aus China mehr Aufträge gekommen, doch dieser Bereich leide insgesamt weiter unter den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, erklärte Splinter weiter. Applied Materials hatte im Februar die Entlassung von 2000 Mitarbeitern oder 14 Prozent der Belegschaft angekündigt. Das Unternehmen denkt über weitere Restrukturierungen nach. (anw)