Gerüchteküche um Frankfurter Chipfabrik brodelt weiter
Nachdem die Tageszeitung Die Welt Ende Januar berichtet hatte, die Finanzierung der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder) stehe vor dem Aus, meldet nun der Fernsehsender n-tv, die Finanzierung sei gesichert.
Nachdem die Tageszeitung Die Welt Ende Januar berichtet hatte, die Finanzierung der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder) stehe vor dem Aus, meldet nun der Fernsehsender n-tv, die Finanzierung sei gesichert. Drei Banken in den Vereinigten Emiraten seien bereit, die noch fehlenden 650 Millionen US-Dollar zur Verfügung zu stellen, berichtet der Sender am Sonntag unter Berufung auf den Chef der Dubai-Airport-Freezone Area und Regierungsvertreter des Emirats Dubai in Finanzfragen, Mohammad Al Zarouni.
Bisher verfüge die Betreibergesellschaft Communicant Semiconductor Technologies über 40 Millionen Dollar des US-Chipherstellers Intel sowie 250 Millionen Dollar der Regierung von Dubai. Die Chipfabrik, an der neben Intel und dem Emirat Dubai auch der Technologiekonzern Jenoptik und die InvestitionsBank Brandenburg beteiligt sind, soll mit einer Investition von 1,3 Milliarden Dollar gebaut werden. Die Produktion der ersten Silizium-Germanium-Kohlenstoff-Chips ist ab 2005 geplant.
Die Commerzbank und die Gulf International Bank B.S.C. (Bahrain) hatten im September 2002 den Zuschlag für die Beschaffung von Fremdkapital in Höhe von 670 Millionen Euro für den Bau der Chipfabrik erhalten. Das Geld sollte Anfang dieses Jahres verfügbar sein. Die Frist für diesen Auftrag sollte ursprünglich am 31. Januar ablaufen. (wst)