Game Over für i3D Software
Mit der i3D Software AG musste ein weiterer deutscher Spieleentwickler Insolvenz anmelden.
Für die i3D Software AG ist das Spiel aus. Der Entwickler von zahlreichen Computerspielen wie Highland Warriors, Project Paradise und zuletzt Rotlicht Tycoon musste beim zuständigen Amtsgericht in Kassel Insolvenz anmelden. Nach Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters ist eine Fortführung der Geschäftsaktivitäten mehr als unwahrscheinlich. Der Versuch, das Unternehmen mit einer Auffangsgesellschaft zu retten, scheiterte.
Vorstand Martin Hoffesommer versucht, das plötzliche Aus für einen der letzten deutschen Spieleentwickler zu erklären: "Wir bedauern sehr, diesen Schritt gehen zu müssen, aber nach dem Ausbleiben von Folgeaufträgen und der Beendigung des Engagements von Data Becker in Sachen Highland Warriors 2 aufgrund schlechter Verkaufszahlen blieb uns keine andere Wahl mehr. Ich hoffe nun nur noch, daß unsere ehemaligen hoch qualifizierten Arbeitnehmer schnell einen guten neuen Arbeitsplatz finden." Ernst gemeinte Angebote nimmt Hoffesommer stellvertretend unter der Mail-Adresse ex_i3d@mail.com entgegen.
Die Firma i3DSoftware wurde 1991 als GbR gegründet, 1997 in die Soft Enterprises GmbH umgewandelt und 2002 mit der i3D Software AG verschmolzen. Nach eigenen Angaben beschäftigte das Unternehmen teilweise über 30 Mitarbeiter, die bis heute 30 Projekte realisierten. (daa)