Funkwerk weitet Verluste aus

Der Telekommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk ist auch im zweiten Quartal 2009 nicht aus den roten Zahlen gekommen. Das EBIT-Ergebnis lag bei minus drei Millionen Euro. Das Unternehmen rechnet aber mit einer Belebung in der zweiten Jahreshälfte.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Telekommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk ist auch im zweiten Quartal 2009 nicht aus den roten Zahlen gekommen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liege bei minus drei Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Für das Halbjahr stehe ein Verlust nach Steuern von 4,8 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz liege mit 114 Millionen Euro im ersten Halbjahr 13 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum. Funkwerk rechne aber trotz anhaltender Nachfrageschwäche und "Unsicherheiten für die Geschäftsentwicklung" mit einer Belebung in der zweiten Jahreshälfte.

Im Jahr 2008 hatte das Unternehmen ein EBIT von 1,1 Millionen Euro erzielt. Die Wirtschaftskrise wirke sich in allen Geschäftsfeldern aus. Funkwerk hatte nach Einbrüchen im Bereich Mobilfunk für Autos unter anderem 100 Stellen abgebaut und will bis Jahresende die Zahl seiner Mitarbeiter von 1668 im Jahr 2008 auf nur noch 1400 senken.

Der Auftragseingang im ersten Halbjahr sei 27 Prozent niedriger gewesen als im Vorjahreszeitraum. Ende Juni hätten noch Aufträge mit einem Volumen von 97,5 Millionen Euro vorgelegen. Die börsennotierte Funkwerk-Gruppe stellt neben Mobilfunk für Autos auch Sicherheits- und Kommunikationstechnik für Unternehmen und Verkehrsgesellschaften her.

Mit Blick auf die zweite Hälfte des Geschäftsjahres gebe es trotz der Unsicherheiten noch "gute Chancen", Marktanteile zu gewinnen. Das Unternehmen rechnete auch mit einer saisonalen Belebung und Effekten der Konjunkturprogramme. Deshalb gehe Funkwerk von einer Umsatzsteigerung aus und einem "weitestgehenden Abbau" der Verluste aus dem ersten Halbjahr. (dpa) / (pmz)