Die IT-Branche vor der CeBIT: Hoffnungen statt Arbeitsplätze

IT-Entscheider setzen auf eine Belebung der Nachfrage -- insbesondere bei Techniken zur Steigerung der Effizienz bei verhältnismäßig niedrigen Investitionen.

vorlesen Druckansicht 39 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Die IT-Entscheider setzen auf eine Belebung der Nachfrage, glaubt die Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young (CGEY). Zunächst muss die IT-Branche allerdings noch etwas tief stapeln: Nachdem die Investitionen in den vergangenen Jahren insgesamt geschrumpft sind, zeichne sich nun zumindest eine Stabilisierung ab. Rund drei Viertel der deutschen IT-Leiter erwarten für die kommenden zwei Jahre konstante Ausgaben. Ansonsten schauen jeweils 5 Prozent der befragten 130 deutschen IT-Leiter positiver beziehungsweise negativer in die Zukunft, schreiben die Marktforscher in ihrer aktuellen Studie, die laut Eigenwerbung "Hoffnung wachsen" lässt.

Von der kommenden CeBIT erhoffen sich demnach allerdings nur wenige deutliche Zeichen der Stimulation. Als die vier wichtigsten Themen derzeit und in den kommenden Jahren wurden von den Befragten zu 65 Prozent Portale genannt; 53 Prozent nannten das Stichwort "Storage", 46 Prozent "ERP/Harmonisierung" sowie 45 Prozent "Infrastructure Services".

"Jede der vier genannten Technologien automatisiert auf die eine oder andere Weise die Prozesse und trägt dazu bei, Kosten zu senken", meint Heinz Brommundt von CGEY. Heute würden Projekte bevorzugt, um die Effizienz zu erhöhen und mit geringen Investitionen viel zu erreichen. Neue Portaltechnologien, die bessere Ausnutzung der Infrastruktur sowie die Harmonisierung der Prozesse stünden im Mittelpunkt. Auf die Frage, an welcher Stelle die Unternehmen Ausgaben senken wollen, wurde der Personalbereich von der Hälfte aller Befragten am häufigsten genannt.

Die Industrie werde zukĂĽnftig noch mehr ĂĽber das Thema Outsourcing nachdenken als in den vergangenen Jahren, resĂĽmieren die Marktforscher. Der Wachstumssektor sei hier das "Applications Management". Im Bereich "Business Process Management" werde sich viel bewegen: Zwar will knapp ein Viertel der Befragten hier neu investieren, allerdings halten sich Erweiterung und RĂĽckbau die Waage. Die Investitionen in IT sollen trotz des vermehrten Einsatzes von Outsourcing fast konstant bleiben. (anw)