Cisco will seine WLAN-Sicherheitstechnik durchsetzen

NetzwerkausrĂĽster Cisco will seine Sicherheits-Software fĂĽr drahtlose Netze Computer- und Halbleiterfirmen kostenlos zur VerfĂĽgung stellen.

vorlesen Druckansicht 15 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Netzwerkausrüster Cisco will seine Sicherheits-Software für drahtlose Netze Computer- und Halbleiterfirmen kostenlos lizenzieren. Schon jetzt hätten bereits sieben Chiphersteller, darunter Intel und Texas Instruments, für das Cisco Compatbile Extensions Program zugesagt, die Technik für eigene Prozessoren verwenden zu wollen; Computerhersteller wie IBM und HP wollen derartige Prozessoren bis zum Jahresende in ihren Notebooks verbauen. Die Technik soll aber auch für PDAs und andere mobile Geräte geeignet sein. Cisco hat sich im Gegenzug bereit erklärt, mit den Unternehmen kooperieren zu wollen.

Es gibt zwar bereits mehrere Sicherheitslösungen auf dem Markt, wie Lightweight EAP (LEAP) von Cisco und Protected EAP (PEAP) von Microsoft, Cisco, und RSA Security, die laut ihren Herstellern die Schwächen von 802.1x beheben sollen. Allerdings waren diese bislang so proprietär, dass ein Betrieb mit verschiedenen WLAN-Adaptern und Betriebssytemen selten möglich war.

Cisco konnte das vergangene Quartal zwar mit einer kräftigen Gewinnsteigerung abschließen, hielt sich aber bei Bekanntgabe der Zahlen für die Zukunft bedeckt. Anscheinend soll nun die unsichere Marktlage durch einen Quasistandard zumindest für Cisco sicherer werden, indem der Firmenname zum Synonym für die Verlässlichkeit der bislang sicherheitstechnisch zumindest kritikwürdigen WLANs wird. Bereits jetzt ist Cisco mit 34 Prozent Anteil am 808 Millionen US-Dollar umfassenden Weltmarkt Spitzenreiter bei drahtlosen Netzwerken. Durch wegfallende Sicherheitsbedenken sollen drahtlose Netzwerke einen massiven Aufschwung erfahren.

Ähnlich wie die Logos "Intel inside" will beispielsweise HP demnächst die Aufschrift "Cisco compatible" auf seine Notebooks pappen, berichten US-amerikanische Medien. Einen ähnlichen durchschlagenden Effekt wie bei "Intel inside" könnte es auch für Cisco geben: Die kooperationswilligen Prozessorhersteller machen 90 Prozent des Marktes bei WLAN-Produkten für Notebooks aus. (anw)