Gewinn der Telekom Austria Group bricht weiter ein
Vor allem geringere Erlöse aus dem österreichischen Festnetzgeschäft belasten das Konzern-Ergebnis.
Der Gewinn des Telekom Austria Konzerns (TA) ist im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zur Vorjahresperiode um mehr als ein Viertel von 226 auf 167,6 Millionen Euro eingebrochen. Bereits in den ersten sechs Monaten 2008 war ein Minus von 18,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 verzeichnet worden. Im ersten Halbjahr 2009 fiel der Umsatz um 5,8 Prozent auf 2,39 Milliarden Euro, was das Unternehmen hauptsächlich auf geringere Erlöse aus dem österreichischen Festnetzgeschäft zurückführt. Da das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mit minus 5,2 Prozent geringer zurückging, kletterte die EBITDA-Marge leicht auf 37,9 Prozent.
Im österreichischen TA-Festnetz ist der Umsatz auf unter eine Milliarde Euro gefallen. 926,4 Millionen bedeuten ein Minus von 11,2 Prozent. Während das EBITDA um vier von Hundert auf 299,8 Millionen nachgab (EBITDA-Marge 32,4 Prozent), konnte das Betriebsergebnis aufgrund geringerer Abschreibungen um 29,1 Prozent auf 68,4 Millionen Euro verbessert werden. Der Schwund der Festnetzanschlüsse konnte gebremst, aber nicht gestoppt werden. Ein Minus von 20.600 der Anschlüsse bedeutet, dass alle 12 Minuten ein Anschluss weggefallen ist. Zum Stichtag 30. Juni verwaltete die TA 2,316 Millionen eigene und 291.600 entbündelte Festnetzleitungen.
Im Mobilfunkgeschäft ist die TA neben Österreich auch in Bulgarien, Weißrussland, Kroatien, Slowenien, Serbien, Mazedonien und Liechtenstein engagiert. Aus allen Ländern werden Kundenzuwächse gemeldet. 18,1 Millionen Anschlüsse sind ein Zuwachs im Jahresabstand von 10,1 Prozent. In Summe sind die Umsätze trotzdem um 1,7 Prozent auf 800,6 Millionen Euro gesunken, was jedoch auf nachteiligen Wechselkursentwicklungen beruht. Auf lokaler Währungsbasis sind die Umsätze mit plus 2 Promille praktisch unverändert geblieben. Ähnlich das Bild beim EBITDA: In Österreich und Weißrussland ging es zwar bergauf, in Summe muss der Konzern ein Minus von 1,8 Prozent auf 313,7 Millionen Euro hinnehmen. Rechnet man die Wechselkursveränderungen heraus, ergibt sich ein fast stabiles EBITDA. Das Betriebsergebnis ist jedoch in beiden Varianten um mehr als drei Prozent gefallen. In Euro bleiben 152,4 Millionen nach 157,3 Millionen im ersten Halbjahr 2008. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)