Router könnten Strompreis-Schwankungen nutzen
Router, die Energiekosten an den Standorten der Datenzentralen berücksichtigen, könnten zukünftig die Stromrechnungen großer Internet-Unternehmen wie Google senken.
- Bert Ungerer
Unternehmen mit vielen im Internet verteilten Datenzentren könnten ihre Stromrechnungen spürbar senken, wenn die für das Verteilen der Daten zuständigen Router die jeweiligen lokalen Energiekosten berücksichtigen würden. Entsprechende Kalkulationen stellten Mitarbeiter des Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Carnegie Mellon University und von Akamai anlässlich der Sigcomm 2009 vor.
Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass Unternehmen wie Google mit vornehmlich in den USA verteilten Datenzentren bei räumlich und zeitlich stark schwankenden Strompreisen 40 Prozent ihrer Energiekosten einsparen könnten. Dieser hohe Wert basiert jedoch auf einigen idealisierenden Annahmen, etwa dass der Energiebedarf der involvierten Hardware linear vom Datendurchsatz abhängt und ohne Datentransfer auf Null fällt. Außerdem kann der Datentransport in die jeweiligen Billigstrom-Gebiete den Kostenvorteil teilweise aufzehren. Je nach Kalkulation verspricht der Ansatz aber, so die Forscher, mindestens zwei Prozent Ersparnis für heute existierende Hardware. Und das könne in großen Unternehmen bereits mehr als eine Million US-Dollar ausmachen. (un)