Pkw-Neuzulassungen im Januar: EU im Aufwind, Deutschland schwächelt
In der EU zieht der Autoabsatz an, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Monaten zuvor. Nur in Deutschland wurden weniger Pkws zugelassen als im Januar 2022.
In Deutschland wurden im Januar 2023 weniger Autos mit Elektromotor zugelassen als in den Monaten zuvor.
(Bild: Mercedes)
- dpa
Der Autoabsatz in der Europäischen Union hatte sich zuletzt spürbar erholt. Die Hersteller konnten sowohl bei den Auftragseingängen wie auch bei den Auslieferungen Zuwächse verzeichnen. Im Januar 2023 gab es einen leichten Dämpfer: Insgesamt wurden 760.000 Neuwagen in der EU zugelassen, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Das sind einerseits noch immer 11,3[]Prozent mehr als im Januar 2022, andererseits weniger als in den Vormonaten.
Dennoch beurteilt der Acea den Start positiv. Die Ausgangslage und auch der Ausblick sind besser als vor einem Jahr. Damals wurde wegen des Mangels an Halbleitern das bislang in der Statistik geringste Volumen gemeldet. In Deutschland wurden im Januar 2023 sogar 2,6 Prozent weniger Autos erstmals zugelassen zu als Anfang 2022.
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Deutschland: Weniger PHEV und BEV zugelassen
Die veränderte Subventionspolitik schlägt sich dabei nieder, denn vor allem der Anteil von Plug-in-Hybriden (PHEV) brach ein und auch Elektroautos wurden weniger zugelassen. Zum Jahresende lief die Förderung von Plug-in-Hybriden aus und die Prämie für Batterieautos sank. Damit entwickelte sich der deutsche Automarkt gegen den Trend. Die anderen drei großen Absatzmärkte Italien, Spanien und Frankreich legten kräftig zu.
Gleichzeitig wuchs der Marktanteil elektrisch betriebener Fahrzeuge in der gesamten EU weiter. Im Januar wurden über ein Fünftel mehr batteriebetriebene Fahrzeuge zugelassen, der Anteil bei den Neuzulassungen liegt damit bei 9,5 Prozent. Hybrid-Fahrzeuge legten ebenso stark zu, sie machen nun etwas mehr als ein Viertel des Gesamtmarkts aus. Der Anteil von Benzin- und Diesel-Autos nahm zugleich weiter ab und macht noch gut die Hälfte aller neu zugelassenen Fahrzeuge aus.
Aussicht: optimistisch für 2023
Der Acea rechnet damit, dass sich der Automarkt insgesamt dieses Jahr erholt, auch wenn Experten angesichts der schwächelnden Konjunktur Gegenwind auf der Nachfrageseite befürchten. Im vergangenen Jahr waren die Pkw-Neuzulassungen in der EU wegen Lieferkettenproblemen und Chipmangel so gering wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Der Verband rechnet 2023 mit rund 9,8 Millionen verkauften Pkw, was ein Anstieg um etwa fünf Prozent im Jahresvergleich wäre. Allerdings würde die Verkaufszahl damit immer noch ein Viertel unter dem Vor-Corona-Wert von 2019 liegen.
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(mfz)