Marktforscher: In diesem Jahr werden 37 Millionen Kamera-Handys verkauft

Ein Marktforschungsunternehmen hat ermittelt, dass im Jahr 2002 weltweit 18 Millionen Handys mit eingebauten Digitalkameras verkauft wurden. In 2003 gehen vermutlich mehr als doppelt so viele ĂĽber die Ladentheken.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

Das Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics hat ermittelt, dass im Jahr 2002 weltweit 18 Millionen Handys mit eingebauten Digitalkameras verkauft wurden. Das korreliert recht gut mit älteren Vorhersagen anderer Analysten. Besonders interessant ist aber, dass allein im letzten Quartal des vergangenen Jahres allein die Hälfte der verkauften Kamera-Handys über die Ladentheke ging, also neun Millionen.

Derzeit konzentriert sich der Absatz dieser Geräte aber auf Japan, wo 13 Millionen für dortige Mobilnetze abgesetzt wurden -- hauptsächlich von japanischen Unternehmen wie Sharp oder Toshiba. Unter den Netzbetreibern waren die Vodafone-Töchter besonders erfolgreich, sie vereinigten 36 Prozent der weltweiten Verkäufe auf sich. Besonders auffällig ist weiterhin, dass in GSM-Märkten, wo es Digicam-Handys eigentlich erst seit der letztjährigen Einführung des Nokia 7650 gibt, Nokia die Hitliste mit 91 Prozent anführt. Samsung hat hingegen im hauseigenen CDMA-Markt mit 24 Prozent die Spitzenposition.

Die für Digicam-Handys schon erfreuliche Tendenz wird sich in diesem Jahr vermutlich sogar noch verstärken und nach Meinung von Strategy Analytics zu 37 Million verkauften Geräten führen. Aufgrund eines nun deutlich größeren Angebots an GSM-Geräten kann man allerdings erwarten, dass sich die Anteile verschieben werden. Inzwischen sind hierzulande etliche Digicam-Geräte erhältlich, nämlich Sony Ericsson P800, Sharp GX10, Panasonic GD87 und Tel.Me T919. Weitere, etwa Nokia 3650 oder Samsung SGH-V200 kommen in Kürze in den Handel. Modelle wie Motorola T720i, Sony Ericsson T68i oder auch Siemens S55 lassen sich mit externen Kameramodulen nachrüsten. (dz)