Rechtzeitige IPv6-EinfĂĽhrung spart Kosten und Verdruss

Wer heute Hard- und Software anschafft, sollte sich mit dem "neuen" Internet-Protokoll befassen. Noch lässt sich IPv6 mit minimalem Aufwand nach und nach einführen. Eine zu späte und hektische Umsetzung kann erhebliche Komplikationen nach sich ziehen.

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Von
  • Bert Ungerer

Seit sage und schreibe zehn Jahren läuft die Einführung von TCP/IP Version 6 (IPv6). Technisch gesehen steht der Umstellung von Unternehmensnetzen also schon lange nichts mehr im Weg, und es findet weithin Unterstützung der Betriebssysteme und Geräte. Auf manchen von ihnen läuft IPv6 von vornherein. Unternehmen, die Windows ab Vista oder ein halbwegs aktuelles Unix-Derivat einsetzen, sollten sich daher dringend mit IPv6 beschäftigen, selbst wenn sie bis auf Weiteres eine reine IPv4-Umgebung betreiben wollen. Das Nebeneinander IPv6-fähiger Komponenten mit solchen, die nach wie vor nur IPv4 beherrschen, kann zu unvorhergesehenen Nebenwirkungen führen, etwa wenn ein Vista-PC unbemerkt über das Tunnelprotokoll Teredo mit der Außenwelt kommuniziert.

Neben solchen technischen Tücken behandelt die aktuelle iX 9/2009 die organisatorischen und nicht zuletzt die menschlichen Aspekte der IPv6-Einführung. Selbst kompetente und gut ausgestattete IT-Abteilungen können IPv6 in Ermangelung einer von der neuen Technik überzeugten Führungsebene häufig nur nach und nach einführen. Das kostet Zeit, führt aber bei minimalen Kosten und Diskussionen mit dem Management zum Ziel. Nicht nur mangelnde Ressourcen etwa beim Anwender-Support verhindern, dass sich IPv6 schneller durchsetzt: Ein so grundlegender Wechsel der Infrastruktur könnte viele Administratoren mit ungeliebten Altlasten konfrontieren, einschließlich denen ihrer Vorgänger.

Die iX 9/2009 ist online bestellbar (innerhalb Deutschlands versandkostenfrei) sowie in gut sortierten Zeitschriftenhandlungen erhältlich. (un)