Premiere sieht sich auf gutem Weg
Trotz hoher Verluste im abgelaufenen Geschäftsjahr blickt der Münchener Pay-TV-Sender Premiere optimistisch in die Zukunft.
Der Münchener Pay-TV-Sender Premiere hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2002 bei Umsätzen in Höhe von 825,7 Millionen Euro einen Fehlbetrag von 532,9 Millionen Euro ausgewiesen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von 4,1 Prozent und eine Halbierung des Verlustes. Insbesondere im vierten Quartal konnte das Unternehmen gegenüber der Vorjahresperiode kräftig zulegen: Der Umsatz stieg um 48,2 Prozent auf 247 Millionen Euro, die verbuchten Verluste reduzierten sich um 64 Prozent auf minus 144,1 Millionen Euro.
Premiere-Chef Georg Kofler zeigte sich angesichts der Ergebnisse optimistisch: "Premiere ist klar auf dem Weg in die schwarzen Zahlen." Es bleibe das Ziel bestehen, 2004 in die Gewinnzone zu kommen. Die Zahl der Abonnenten sei im vergangenen Jahr um knapp acht Prozent auf 2,6 Millionen Kunden gestiegen, sagte Kofler. Bis Jahresende will der Sender 2,9 Millionen Abonnenten zählen. Zugpferd des Unternehmens ist das Premiere-Paket Super, das 1,8 Millionen Kunden abonniert haben, gefolgt von Premiere Start (13,2 Prozent), Film (acht Prozent) und Sport (6,3 Prozent).
Insgesamt brachte Premiere bis Ende Dezember 1,813 Millionen Miet-Receiver und 783.460 Kauf-Receiver unter die Zuschauer. Analog-Abonnenten gucken ab Samstag null Uhr im Übrigen in die Röhre: Zum 1. März schaltet Premiere nämlich sein Analog-Programm ab. Nicht zuletzt entledigt sich Premiere bei dieser Gelegenheit nach eigener Schätzung der rund 200.000 Schwarzseher, die das Verschlüsselungssystem der Analogsendungen mittels PC-TV-Karte und im Internet zirkulierender Software umgehen.