Taiwanischer Chiphersteller darf in der Volksrepublik China investieren

Taiwan erlaubt dem Auftrags-Chipproduzenten TSMC, auf dem Festland eine Fabrik zu bauen.

vorlesen Druckansicht 55 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat von der Regierung Taiwans die Erlaubnis bekommen, in der Volksrepublik China zu investieren. Damit hat der weltweit größte Auftragshersteller von Halbleitern freie Bahn, auf dem Festland eine Fabrik zu bauen.

Die chinesische Inselrepublik ist seit 1949 ein faktisch von der Volksrepublik abgetrennter eigener Staat, der aber noch keine Unabhängigkeitserklärung abgegeben hat. Trotz der politischen Einwände wurde die Erlaubnis der Regierung für ein taiwanisches Unternehmen, in der Volksrepublik investieren zu dürfen, offenbar unter wirtschaftlichen Zwängen gefällt, denn Festland-China schnappt den Insulanern immer mehr Aufträge weg.

Befürchtungen, die Volksrepublik könne bei ihrer mutmaßlichen Wirtschaftsspionage begünstigt werden, begegnet die taiwanische Regierung mit Kontrollmaßnahmen. Zunächst darf TSMC nur bis zu sieben Prozent seiner geplanten Investitionen tätigen, bevor die nächste Investionsphase von einer Kommission begutachtet und genehmigt werden kann. (anw)