OneApp bringt mobiles Facebook in Entwicklungsländer
Mit Microsofts Client-Server-Technik OneApp sollen auch einfachere Handys Dienste wie Facebook und Twitter nutzen können.
- Christian Kirsch
Mit Microsofts OneApp sollen auch Nutzer von "Feature Phones" Produkte wie Facebook, Twitter und andere beliebte Anwendungen nutzen können. Die Zielgruppe befindet sich vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern, wo die preiswerteren Handys wesentlich weiter verbreitet sind als Smartphones. Erster Kunde für OneApp ist der südafrikanische Mobilfunkanbieter Blue Label Telecoms. Sein "mibli" getauftes kostenloses Produkt verwendet die Microsoft-Technik und bietet Zugang zu über einem Dutzend Anwendungen, die auch über GPRS nutzbar sein sollen.
Auf dem Endgerät braucht OneApp 150 KByte Speicherplatz. Es ist unter anderem für Nokias N- und E-Serie sowie C-, K- und W-Modelle von Sony-Ericsson verfügbar. Die Einordnung als "Feature Phone" dürfte für einige dieser Geräte allerdings strittig sein.
Bislang stellt Microsoft OneApp-Anwendungen für seinen Live Messenger, Facebook, Tweetlite sowie Programme für Wetter, Nachrichten und RSS-Feeds zur Verfügung. Zur Funktionsweise äußert sich Microsoft nebulös: Zum Einsatz kämen Standardtechniken wie XML und JavaScript sowie ein Client und ein Server. Erst Ende dieses Jahres soll ein Entwicklungskit für OneApp zur Verfügung stehen. (ck)