Greenpeace darf weiter E$$o stoppen

Die UmweltschĂĽtzer dĂĽrfen nach einem aktuellen Urteil fĂĽr ihre Aktion "Stop Esso" wieder das parodierte Firmenlogo des Ă–lmultis Esso verwenden.

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Kaum konnte sich Greenpeace im Rechtsstreit mit Esso durchsetzen, prangt auch schon wieder das von Ölmulti beanstandete Logo auf der französischen Website Stop Esso. Ein französisches Gericht hob ein Urteil vom Juli 2002 auf, nach dem den Umweltschützern untersagt worden war, eine Parodie des Firmenschildes auf ihrer Homepage zu veröffentlichen. Darin wurden die beiden Buchstaben in der Mitte durch Dollarzeichen ersetzt.

Greenpeace sieht in dem Urteil einen wichtigen Sieg für die Meinungsfreiheit. Die Strategie des Ölkonzerns, Kritik auf dem Gerichtsweg zu unterdrücken, habe sich damit als aussichtslos erwiesen. Zuvor hatte Greenpeace das beanstandete Logo mit dem Vermerk "censuré par Esso" überdeckt. Wären die Umweltschützer der einstweiligen Verfügung nicht innerhalb von vier Tagen gefolgt, hätten sie pro Tag eine Strafe von 5000 Euro zahlen müssen.

Die Kampagne gegen Esso war im Mai 2001 gestartet worden. Greenpeace stößt sich an dem Gebaren des Ölkonzerns, der angeblich Millionensummen in Lobbyarbeit bei der US-amerikanischen Regierung investiere, um die Klimakonventionen von Kyoto zu umgehen, teilt Greenpeace mit. Zudem täusche es die Öffentlichkeit absichtlich über das tatsächliche Ausmaß der Erderwärmung. (anw)