Microsoft einigt sich mit taiwanischen Wettbewerbshütern
Microsoft hat sich mit der taiwanischen Fair Trade Commission auf eine Senkung seiner Softwarepreise geeinigt, um eine Untersuchung wegen Verstoßes gegen taiwanische Kartellbestimmungen beizulegen.
Microsoft hat sich mit der taiwanischen Fair Trade Commission (FTC) auf eine Senkung seiner Softwarepreise geeinigt, um eine Untersuchung wegen Verstoßes gegen taiwanische Kartellbestimmungen beizulegen. Laut China Post soll der Preis für die Windows XP Professional Academic Edition um 54,4 Prozent gesenkt werden. Office XP, das jetzt für umgerechnet etwa 480 Euro verkauft wird, soll um 14 Prozent billiger werden. Laut Wall Street Journal verpflichtet sich Microsoft zudem, Teile des Quellcodes seiner Produkte gegenüber taiwanischen Entwicklern offenzulegen.
Ausgangspunkt der Untersuchung, die im April 2002 gestartet wurde, waren Beschwerden einer nicht näher genannten Zahl von taiwanischen Firmen wegen Microsofts "Software Assurance Program" bei der Fair Trade Commission. Außerdem hatten Anfang Mai zwei taiwanische Parlamentsabgeordnete eine Beschwerde beim Präsidenten der FTC eingelegt, in der der Software-Konzern der Monopolisierung des Software-Marktes und der Preistreiberei beschuldigt wurde.
Im November 2002 bekundeten Microsoft und die FTC, sie würden an einer gütlichen Einigung arbeiten. Kritiker der Einigung wiesen jedoch auf die "unangemessene zeitliche Nähe" der FTC-Entscheidung zur Ankündigung Microsofts hin, 22 Millionen US-Dollar in ein taiwanisches Technologie-Zentrum zu investieren. (wst)