LG will LCD-Fabrik in China bauen
LG Displays plant den Bau einer aktuellen Panelfabrik im Süden Chinas. Bislang werden in China vornehmlich Geräte zusammengebaut, Produktionsstätten gibt es dort nur für kleinere LCD-Panels.
LG.Displays plant den Bau einer Fabrik für große Fernsehpanels im Süden Chinas. Nach Angaben des Wall Street Journal will der Flachbildschirmspezialist dafür über 3 Milliarden US-Dollar (2,1 Milliarden Euro) investieren. Samsung hat dem Bericht zufolge ebenfalls Interesse an einer eigenen Panelfabrik in China bekundet, aber noch keine konkreten Pläne entwickelt.
China gilt als der Zukunftsmarkt für Flachbildschirme – sowohl bei der Fertigung als auch beim Absatz. Bislang haben die beiden koreanischen Displayhersteller lediglich Fabriken in China, in denen die Panels mit der Elektronik zu Monitoren und Flachbildfernsehern zusammengebaut werden. Die Panel selbst werden vornehmlich aus Korea und Taiwan eingeführt. Auch die anderen großen LCD-Hersteller wollen ihre Produktionskapazitäten in China aus- beziehungsweise aufbauen. Gefördert wird dies etwa von der örtlichen Regierung in der chinesischen Provinz Guangdong, die den Bau von Panelfabriken mit einem Fonds über 435 Millionen US-Dollar subventionieren will.
Für die LCD-Hersteller aus Taiwan ist der chinesische Markt von sehr großer Bedeutung. So wollen Chi Mei (CMO), AU Optronics (AUO) und andere Anbieter im kommenden Jahr über 60 Prozent der in China verkauften Fernsehpanels liefern. Probleme bereitet den taiwanischen Herstellern ein Abkommen zwischen Samsung und LG, sich ab September gegenseitig mit LCD-Panels beliefern zu wollen. Bislang beziehen die koreanischen Hersteller rund die Hälfte der in ihren Geräten verbauten Panels von anderen Produzenten, vornehmlich aus Taiwan. (uk)