Digitalkamera und Auslandsgeschäft führen Leica in Gewinnzone

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Leica einen Gewinn nach Steuern von 1,4 Millionen Euro.

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Eine neue Digitalkamera und das Auslandsgeschäft haben den Traditionshersteller Leica wieder in die Gewinnzone geführt. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete Leica einen Gewinn nach Steuern von 1,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen heute in einem Brief an die Aktionäre mitteilt. Im Vorjahreszeitraum hatte der Fotoapparate-Hersteller einen Verlust nach Steuern von 2,2 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent auf 109,2 Millionen Euro.

Mit einer zweiten digitalen Kamera, die im Mai vorgestellt werden soll, und weiteren Sportoptik-Produkten will Leica auch künftig schwarze Zahlen schreiben. Erst vor einer Woche seien Entfernungsmessgeräte und Hochleistungsferngläser mit umschaltbarer Vergrößerung auf dem Markt präsentiert worden. Die seit Frühjahr 2002 eingeführten Neuheiten hätten fast 40 Prozent des Umsatzes ausgemacht, heißt es in dem Aktionärsbrief. In Deutschland sei der Umsatz von April bis Dezember 2002 aber um 4,4 Prozent rückläufig gewesen.

Der Markt der digitalen Kameras wird für das Traditionsunternehmen immer bedeutender. Eine Prognose aus den USA besagt, dass dort in diesem Jahr erstmals mehr Digitalkameras als analoge Filmkameras verkauft werden. Für den wirtschaftlichen Erfolg seien in den nächsten Monaten in hohem Maße auch externe Faktoren wie das weltweite Konsumklima von Bedeutung. Prognosen, in welchem Ausmaß sich die "nachhaltig negativen Rahmenbedingungen" auf das Geschäft der Leica Camera Gruppe auswirken, seien schwierig. (anw)