Sony wird Vertriebspartner für Googles Webbrowser Chrome [Update]

Künftig soll Googles Webbrowser auf neuen Vaio-PCs des japanischen Konzerns vorinstalliert sein, heißt es in einem Zeitungsbericht. Der Internetdienstleister verhandelt demnach auch mit anderen PC-Herstellern.

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Der US-Internetdienstleister Google und Sony haben laut einem Zeitungsbericht eine Vereinbarung über die Vorinstallation des Webbrowser Chrome auf Computern des japanischen Elektronikherstellers unterzeichnet. Dies sei das erste Geschäft dieser Art, das Google abgeschlossen hat, berichtet die Financial Times. Die ersten Vaio-Notebooks mit Chrome seien bereits ausgeliefert worden. Außerdem führe der Internetdienstleister Gespräche mit anderen Herstellern, um ähnliche Vereinbarungen zu treffen. Bisher hatte Google mit PC-Anbietern wie Dell kooperiert, um per vorinstallierter Desktop-Anwendung und Toolbar die Suchmaschine in den Vordergrund zu rücken.

[Update: Laut einem Bericht des Wall Street Journal bezieht sich die Vereinbarung nur auf Vaio-PCs, die in den USA verkauft werden. Derzeit gebe es keine Pläne, den Webbrowser auch auf Computern zu installieren, die in anderen Ländern angeboten werden.]

Google hat Chrome vor fast genau einem Jahr an die Öffentlichkeit gebracht. Dem Webbrowser kommt nach Meinung des Unternehmens mit der Zeit eine bedeutendere Rolle zu, da immer mehr Anwendungen beispielsweise im Rahmen des Cloud Computing über das Internet genutzt würden. Bisher hat es Googles Webbrowser nach Analysen von Marktforschern wie Net Applications lediglich auf einen Marktanteil bei 3 Prozent gebracht. Das soll sich nun durch die Vereinbarung mit Sony offenbar ändern. Der japanische Konzern steht Google außerdem im Rechtsstreit um das Digitalisierungprojekt bei. (anw)