GewinnrĂĽckgang bei Ericsson

Insbesondere die Beteiligung am Handy-Hersteller Sony Ericsson und das Ergebnis des Mobilfunk-Chipanbieters ST-Ericsson haben im vergangenen Quartal die Bilanz des schwedischen Konzerns belastet.

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Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat im vergangenen zweiten Quartal 52,1 Milliarden Kronen (4,9 Milliarden Euro) umgesetzt und damit 7 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Nettogewinn ging allerdings um 61 Prozent auf 800 Millionen Kronen zurĂĽck.

CEO Carl-Henric Svanberg macht laut Mitteilung unterschiedliche Trends im gegenwärtigen Marktumfeld aus. Während sich für das Geschäft mit Mobilfunk-Infrastruktur insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, deren Währungen unter Druck stehen und in denen Kredite schwierig zu haben sind, bemerkbar machen, steige die Verbrauchernachfrage nach neuen Diensten und Breitband-Kapazitäten. Auch sei bei Netzbetreibern in Industrieländern eine steigende Nachfrage nach Dienstleistungen zu beobachten.

Das spiegelt sich in den Zahlen wieder: Die Netzwerksparte setzte 34,7 Milliarden Kronen um, 4 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dem gegenĂĽber wuchs der Umsatz der Sparte Professional Services um 28 Prozent auf 14,1 Milliarden Kronen.

Svanberg machte für das schwache Geschäft vor allem die Verluste des Handyherstellers Sony Ericsson und des Mobilfunk-Chipanbieters ST-Ericsson verantwortlich. Beide litten unter der Flaute auf dem Handy-Markt. Der Umsatz bei ST-Ericsson schrumpfte im Vorjahresvergleich von 966 Millionen auf 666 Millionen US-Dollar. Trotzdem wolle sich der Ericsson-CEO von keiner der Beteiligungen trennen.

Mit dem laufenden Sparprogramm sieht sich Svanberg im Plan. Die operativen Kosten seien bereits deutlich gesenkt worden. Das wirke sich positiv auf die Margen aus. Im Gegensatz zu den Schwellen- und Entwicklungsländern rechnet Svanberg in den USA mit einem Schub, wo die Konzerne ihre Netze auf das mobile Internet vorbereiten müssen. Größter Markt aber bleibe China. (anw)