IFA

Markteinführung von OLED-TVs lässt auf sich warten

Satte Farben, hoher Kontrast und nur 3 Millimeter dick: Auf LGs und Samsungs IFA-Ständen kann man sich ein Bild von OLED-Displays machen.

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Auf gleich mehreren IFA-Ständen kann das Messepublikum einen Blick auf die Display-Zukunft werfen: LG präsentiert an seinem Messestand in Halle 11.2 mehrere Aktiv-Matrix-OLEDs. Die organischen Displays mit einer Diagonalen von 15 Zoll (38,1 Zentimeter) haben eine Auflösung von 1366 × 768 Bildpunkten. Zu den Vorteilen der selbstleuchtenden Schirme zählen außer der geringen Tiefe der sehr hohe Kontrast, extrem kurze Reaktionszeiten sowie die satten Farben. Einen möglichen Markteinführungstermin ließ sich LG auf der IFA nicht entlocken. Laut einer auf der Webseite von LG Display veröffentlichten Roadmap soll mit kleinen OLED-TVs 2009/2010 zu rechnen sein.

Sony ist hier einen Schritt weiter und verkauft seit Anfang des Jahres mit dem XEL-1 einen OLED-Fernseher mit einer Diagonalen von 11 Zoll (27,9 Zentimeter). Mit einem Preis von 4300 Euro kann man ihn allerdings nicht als Schnäppchen bezeichnen. Bis OLEDs sich für größere Fernseher als massentauglich erweisen, dürfte noch einige Zeit vergehen. Die LG-Roadmap sieht derzeit 2011 als möglichen Termin für großformatige OLEDs mit Diagonalen von mehr als 30 Zoll (76 Zentimeter).

Einen größeren Prototyp kann man bei Samsung bestaunen. In Halle 20 wird ein OLED-Fernseher mit einer Diagonalen von 31 Zoll (78,7 Zentimeter) und einer Auflösung von 1366 × 768 Pixeln vorgeführt. Auf Anfrage von heise online erklärte Samsung, dass mit einer Markteinführung vor 2012 nicht zu rechnen sei. Aus marketingtechnischen Gründen halte man einen Verkaufsstart zum jetzigen Zeitpunkt für unsinnig. Als Designstudie gibt es am Samsung-Stand ferner einen 11-Zöller zu sehen, der optisch etwas an Sonys XEL-1 erinnert. (spo)