Cisco in der Fabrikhalle

Neben neuen Gebieten will sich der weltgrößte Internetausrüster auch auf seine angestammten Bereiche bei den großen Unternehmen, Carriern und Providern konzentrieren.

vorlesen Druckansicht 30 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Cisco Systems fügt seiner Produktpalette eine besondere Spezies an Ethernet-Switches hinzu, die für den Einsatz in Fabrikhallen und dort für die Vernetzung von Automaten und anderen elektronischen Werkzeugen gedacht sind. Die Catalyst 2955 müssen besonderen Anforderungen gerecht werden, denn anders als gewöhnliche Switches werden sie nicht in gesonderten Räumen installiert, sondern direkt in der Produktionsumgebung.

Auch wenn diese Art Switches einem Produktlebenszyklus von sechs bis acht Jahren haben und Cisco sich daher nicht sofort größere Anteile an einem neuen Markt erschließen dürfte, deutet sich auch mit solchen Produkten eine gewisse Umorientierung des Unternehmens an. Das unterstützt auch ein Bericht in der New York Times. Demnach sucht Ciscos CEO John Chambers im Markt für Festnetztelefonie-Infrastruktur und bei den großen Carriern nach neuen Chancen und will durch mehr Engagement in dieser Branche den Anteil am Firmenumsatz von 20 auf 40 Prozent ausbauen.

Im Gerangel um den Telefon-Markt hatte Cisco in der Vergangenheit anscheinend auf die falsche Karte gesetzt. Angespornt durch den Internet-Boom Ende der 90er Jahre hatte das Unternehmen die großen Telekommunikations-Firmen weniger beachtet und sich auf deren kleinere Konkurrenten sowie die Internet-Firmen aus der New Economy konzentriert. Der Versuch misslang, da viele dieser Firmen mit der Krise vom Markt verschwanden -- Cisco musste teilweise sogar Verluste in Millionenhöhe ausweisen. Heute hat das Unternehmen laut Bericht 4 Prozent Marktanteil am weltweiten Markt für Telecom-Netzwerk-Ausrüstungen und nach einigen Monaten der Umstrukturierung auch wieder eine solide finanzielle Basis. (anw)